Obwohl es bis zum kalendarischen Sommeranfang noch etwas hin ist, haben wir in dieser Top 10 ein paar Bücher für Sie zusammengestellt, die sich wunderbar auf der Parkbank genießen lassen. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!

1) Jonathan Safran Foer – »Hier bin ich«

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Jonathan Safran Foers Roman lebt von seiner unglaublichen Lust am Fabulieren. Er webt einen Teppich aus vielen Strängen und unterschiedlichen Materialien und frappiert den Leser mit Frechheiten fern aller Political Correctness. Er erzählt brüchige, traurige und dabei irrsinnig lustige Geschichten, unter denen schwarzes kaltes Wasser steht. (Christiane Pfau)

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C.H. Beck
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2) Mariana Leky – »Was man von hier aus sehen kann«

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Mariana Leky, die nicht auf dem Land, sondern in der Stadt Köln aufgewachsen ist, schildert das Dorfleben ähnlich wie Juli Zeh es in »Unterleuten« getan hat. Und sie besteht darauf, dass in ihrem Roman nichts Autobiografisches zu finden sei. Ihre Figuren und deren Leben betrachtet Leky mit einem skurrilen und hintergründigen Humor, der die Lektüre zu einem puren Vergnügen macht, noch gesteigert in der Hörbuchfassung, wunderbar gelesen von Sandra Hüller. (Karl-Otto Saur)

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3) Emanuele Coccia – »Die Wurzeln der Welt«

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Es lohnt sich, den weitreichenden und mitunter recht gewagten Ausführungen (Fortpflanzungstrieb = Vernunft) Coccias bis zu den Schlusskapiteln zu folgen. In bester nietzscheanischer Manier erfolgt am Ende noch ein fulminanter Rundumschlag gegen den akademischen Betrieb und seinen Spezialistenwahn. Außerdem erfahren wir, warum Pflanzen einfach den besseren Sex haben. (Chris Schinke)

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4) Heinrich Steinfest – »Die Büglerin«

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Im weiteren Verlauf des Romans führt ein schwarzes Quadrat auf einem Hemd zu einem Russen, der ein ebensolches auf der Brust trägt, ein Ex-Spion und Samenspender mit diversen muttermalgezeichneten Erben. Es gibt einen Opfertod im Meer, der ein Leben im Gebirge rettet und zum Finale einen hereinhuschenden freundlichen Geist. All die aberwitzigen Pointen und Koinzidenzen aber darf und kann man hier nicht ausplaudern. (Petra Hallmayer)

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5) Kaouther Adimi – »Was uns kostbar ist«

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Eine traurige Geschichte? Nicht so, wie sie Kaouther Adimi erzählt, die eines Tages zufällig bei einem Spaziergang in Algier die einstige Buchhandlung, heute Annex der Algerischen Nationalbibliothek, in der Rue Hamani entdeckte. Ein Jahr recherchierte sie, traf die Witwe, Freunde von Edmond Charlot, der 2004 starb, sichtete seine Korrespondenz und Archivmaterial – und schrieb eine fiktive Geschichte auf der Basis der Quellen, so wahrhaftig wie möglich. (Rüdiger von Naso)

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6) Pippa Goldschmidt – Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen

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Die Frauenfiguren in den Geschichten, Wissenschaftlerinnen oder Zuarbeiterinnen von Wissenschaftlern, sind denmännlichen mindestens ebenbürtig und ordnen sich doch häufig unter. Von den Männern werden sie nicht ernst genommen. Sympathie schwingt mit, wenn Goldschmidt vom gewaltsamen Kampf der englischen Sufragetten um das Frauenwahlrecht inklusive Bombenanschlägen erzählt. (Thomas Lang)

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7) Dirk von Lowtzwow – »Aus dem Dachsbau«

Der enzyklopädische Aufbau erlaubt es, sich auf verschiedenen Fährten in diesen »Dachsbau« zu graben. Wer bei A wie Abba, Alexander, Aliens, Apokalypse und Aufruhr losliest, trifft auf einen Jungen, der früh von Musik, aber auch von Aliens getrieben ist und sich in andere Welten zurück zieht. Als ihm der Kinderpsychologe an der Freiburger Uniklinik, zu dem ihn die besorgten Eltern schleppen, Rohrschach-Bilder vorlegt, ahnt er schnell, »worauf der Doktor hinauswollte, erkannte jedoch in allen Klecksen bloß Furcht einflößende Alienschädel mit gebleckten Zähnen und emporgereckten Klauen. (Tina Rausch)

 

8) Walter Moers – »Der Bücherdrache«

Walter Moers im Selbstporträt © Walter Moers

Er orakelt, fabuliert und wird am Ende von seinem Besucher und dessen zu Hilfe geeilten Freunden wie der Zyklop des Odysseus hilflos im Trüben verlassen – eine absurde Geschichte, die man als Hirngespinst, aber auch als clevere Sammlung von Verweisen auf Mythen und Gestaltungsformen lesen kann. (Ralf Dombrowski)

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9) Sandra Hoffmann – »Das Leben spielt hier«

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Der Tod ist ein sattsam bekannter Protagonist der Kinder- und Jugendliteratur. Weil er zum Leben dazugehört? Weil Sterben die Endlichkeit des Lebens beweist und somit dessen Kostbarkeit? Auch Sandra Hoffmann nimmt sich des Themas an, sie tut es auf ungewöhnliche Weise. Bildreich und zugleich unausgesprochen deutet sie mehr an, als dass sie erzählt, schreibt sich heran an ihren Stoff, als kreise sie ein, was geschehen ist, was geschehen kann und vielleicht nie geschehen wird. (Christine Knödler)

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10) Patrik Svensson: »Das Evangelium der Aale«

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Svenssons Aale treten daher auch nicht als Sinnbild oder bloße Spiegel menschlicher Existenzfragen auf. Anhand der Arbeiten der zu Unrecht etwas in Vergessenheit geratenen Naturschriftstellerin Rachel Carson (»Under the Sea-Wind«, »The Silent Spring«) erzählt er viel mehr von der Eigenwertigkeit der Kreatur in einem Schöpfungsreigen, dessen Bestandteil auch der Mensch ist. (Chris Schinke)

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