In welcher Form die Kultur in München stattfindet, wechselte im letzten Jahr häufiger. Aber wir zeigen: Sie lebt! Unser Kalender bringt Ihnen eine kleine Auswahl.

Kultur in München:

Montag, 21. Juni
23.–27., 29. Juni
THE HOLY BITCH PROJECT
Pathos Theater | Dachauer Str. 112 | 19 Uhr
Tickets: 0152 05345609
empfohlen ab 18
Bereits zu Beginn der Pandemie wurde darüber spekuliert, dass häusliche Gewalt zunehmen werde, weil die Menschen wegen der Corona-Restriktionen zu Hause aufeinanderhocken. Die Berliner Gewaltschutzambulanz z.B. verzeichnete von Juni 2019 auf 2020 einen Anstieg um 30 Prozent. Theatermacherin Christiane Mudra, die mit ihrer NSU-Trilogie über rechte Tendenzen in Deutschland ein gewichtiges Stück Dokuperformance vorgelegt hat, untersuchte mittels Gesprächen mit Betroffenen und Expertinnen die Dynamik von Gewalt gegen Frauen in Deutschland, sei es digital oder analog, und ihren kulturellen wie gesellschaftlichen Nährboden. Dabei stieß sie auf die Alt-Right-Bewegung und frauenfeindliche »Incels«, die misogynen Verschwörungstheorien anhängen. Als Vehikel ihrer kruden Frauenhasserideologie verwenden sie gerne Filmmotive von »Matrix«, also schlucken die Zuschauerinnen in Mudras Performance wie der Filmheld Neo die rote Pille, die einen Blick hinter makellose Kulissen gewährt. In einem interaktiven Labyrinth aus Spielszenen und binauralem Sound wird häusliche, sexualisierte und digitale Gewalt erfahrbar, aber auch ein feministisches Gegennarrativ etabliert.

Anzeige

LITERATURFEST SOMMER EDITION

literaturfest

Open Air, im Saal und auch online – vom 16. bis 24. Juni kommen hochkarätige Autorinnen und Autoren nach München.
Literaturhaus | Salvatorplatz 1 | 16. bis 24. Juni | Programm
Hier der Artikel von Anne Fritsch

PARADISE LOST #GENDER SHIFT
Gender, Sexualität und Identität: zu diesen Themen veranstaltet der DG Kunstraum gemeinsam mit der Galerie der Künstler (BBK) und der PLATFORM das Ausstellungsprojekt »Paradise Lost #gender shift«.
DG Kunstraum | Finkenstraße 4 | bis 18. Juli
Di–Fr 12–18 Uhr | Der Katalog (228 Seiten, 110 Abb.) kostet 24 Euro
PLATFORM (Halle und online) | Kistlerhofstraße 70
(Haus 60, 3. Stock) | bis 26. Juni | Mo–Fr 10–17 Uhr
Informationen zum Programm
Den Artikel von Erika Wäcker-Babnik gibt es in der Juni-Ausgabe

bis 27. Juni
AUSSTELLUNG | »NACHT«
Die Nacht ist nicht nur zum Schlafen da. Nacht, in Liedern besungen, Zeit der Ruhe, der Liebe, der Heimlichkeit, der verborgenen Gefahren,
der Tiere, der Sterne, der Blicke in den Kosmos, Zeit des Unheimlichen, der Geister und der Zauberei, der Träume, der Enthemmtheit, von
Exzess und Vieldeutigkeit. Fabian Feichter, Marta Fischer, Susu Gorth, Matthias Hirtreiter, George Kachaamy, Heng Li, Steffen Kern, Julia
Schewalie, Brigitte Stenzel, Kerstin Skringer und Gotlind Timmermanns präsentieren nächtliche Objekte, Skulpturen, Installationen, Zeichnungen und Gemälde.
Städtisches Atelierhaus am Domagkpark, Halle50 | Margarete-Schütte-Lihotzky-Str. 30
täglich 15–18 Uhr | Sonntag, 16 Uhr: Atelierführung | Eintritt frei

KUNST UND KAPITALVERBRECHEN. VEIT STOSS, TILMAN RIEMENSCHNEIDER UND DER MÜNNERSTÄDTER ALTAR

veit stoß

© Kirchenstiftung St. Maria Magdalena

Das Bayerische Nationalmuseum widmet sich in der Ausstellung »Kunst und Kapitalverbrechen« dem schillernden Bildschnitzer Veit Stoß, seinen Vergehen und dem einzigartigen Münnerstädter Altar, der von Tilman Riemenschneider geschnitzt und von Stoß farbig gefasst und mit Bildern bestückt wurde.
Bayerisches Nationalmuseum | Prinzregentenstr. 3 | bis mindestens Ende Juni | Di bis So, 10–18 Uhr | Anmeldung für ein Zeitfenster (bei einer Inzidenz unter 100) unter 089 21124317 | Der reich illustrierte Katalog (Hirmer-Verlag, 240 Seiten) kostet 39 Euro, im Museum 29 Euro
Hier der Artikel von Joachim Goetz

10. FOTODOKS 2021 | FESTIVAL FÜR AKTUELLE DOKUMENTARFOTOGRAFIE
Lothringer 13 Halle & online | Lothringer Str. 13 | 7. Juni bis 4. Juli | Mi bis So 11–19 Uhr
Eintritt frei | Mit: Emine Akbaba (D), Dannielle Bowman (USA), Cyprien Clément-Delmas & Lindokuhle Sobekwa (F, Südafrika), Buck Ellison
(USA), Nanna Heitmann (D/Russland), Sohrab Hura (Indien), Jochen Lempert (D), Noelle Mason (USA), Drew Nikonowicz (USA), Now You See Me Moria (ES, Afghanistan, Syrien), Arzu Sandal (D) und Henk Wildschut (NL)
Den Artikel von Christiane Pfau gibt es in der Juni-Ausgabe

Dienstag, 22. Juni
STOP GO – SOMMERSZENE 2021 – PERFORMING ARTS FESTIVAL (bis 25. Juni)
Salzburg | verschiedene Spielorte | Programm und Tickets
Frischluft ist Trumpf. Das gilt auch für die jährlich stattfindende kleine Schwester der Salzburger Festspiele, die Sommerszene Salzburg. An 18 Tagen gibt es an elf Orten 15 Produktionen aus den Bereichen Tanz und Performance zu sehen. Zum Beispiel die fabelhaften Rabtaldirndln, die ihr Publikum bei jedem Wetter im Bürgerspitalhof begrü- ßen werden. In »20*R+A+B+T+A+L*21« betätigen sie sich als Sternsingerinnen, erzählen Geschichten von Selbstermächtigung und spenden ihren Segen. Beim kollektiven Gehen im Dr.-Hans-Lechner-Park mit der Gruppe theaternyx* tauchen die Mitgeherinnen per Audiowalk in »über.morgen SALZBURG« in die Stadt von 2050 ein und lauschen den Erinnerungen der Welt von morgen. Auf der Skulpturenterrasse des Museums der Moderne untersucht Helene Weinzierl mit ihrer CieLaroque ganz zeitgemäß, was zwischenmenschliche Nähe bzw. die Reduktion körperlicher Distanz mit dem Publikum macht und nennt das Ganze »Rhythmus und Rausch«.

LEAVING LAMENTO
Sinnfrei lachen statt sinnlos seufzen bietet die Nonsens-Collage »Leaving Lamento« im Theater Viel Lärm um Nichts
17.–19. Juni, 1.–3., 8. Juli
KLANGVOLLES SEUFZEN UNTER HÜTEN
22., 29., 30. Juni, 6., 7. Juli
Theater Viel Lärm um Nichts | 20 Uhr
Tickets: 089 82929079
Den Artikel von Gabriella Lorenz gibt es in der Juni-Ausgabe

RYKENA/JÜNGST: »TEASERAMA«
Online-Veranstaltung mit Bewegung via Zoom | 19–20 Uhr | Tickets: vermittlung@theaterbueromuenchen.de
In der Reihe »schau mer mal« des Theaterbüro München hat sich das Choreographinnen-Duo Carolin Jüngst und Julia Rykena vorgenommen, individuelle Körperlichkeit und Sinnlichkeit gemeinsam mit dem Publikum zu entdecken und zu feiern: und zwar vor dem Bildschirm. Und wer nicht mitanzen möchte, kann den Bewegungen zusehen oder für sich neue imaginieren, kann nur zuhören oder per Chat die Interaktionen mit
beeinflussen. Zugleich eine Vor-Schau auf das für 23. Juli im HochX geplante Tanzstück »Rose la Rose«.

THEATER MUSS SEIN
Hofspielhaus | Falkenturmstraße 8 | 19 Uhr bzw. 20 Uhr
Tickets: 089 2420 9333
Langsam, ganz langsam beginnt die Zeit danach. Theater öffnen ihre Pforten und Künstler kommen mit Programmen heraus, die sich mehr oder weniger direkt auf die Sonderbarkeiten der vergangenen Monate beziehen. Das kleine, feine Hofspielhaus zum Beispiel gibt als Motto »Theater muss sein« aus und lässt im eigenen Karree unter freiem Himmel jeweils ab 20 Uhr gleich drei seiner Lieblingskünstler an den Start, angefangen mit dem Musikkabarettisten André Hartmann, der am 18. Juni »Lachen stärkt das Immunsystem« postuliert. Vier Tage später widmet sich am 22. Juni Michael A.Grimm erstmals seiner Interpretation von Patrick Süßkinds »Kontrabass«, und am 27. Juni hat Chris Kolonkos »Hurra, wir leben noch!« Premiere. Diese drei Programme werden über Juni und Juli verteilt, ergänzt um die neuen Mittwochssessions mit zartem Jazz ab 16. Juni (je 19 Uhr) und einem Eröffnungsgastspiel des Hippie Kammerorchesters am 17. Juni (20 Uhr). Es geht voran, endlich!

NEUE MUSIK IM JUNI: ADEVANTGARDE, NKM
Die Neue Musik tritt aus dem Schatten. NKM und aDevantgarde etwa bieten im Juni grenzenlose Hörperspektiven.
HochX, Black Box, Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke, Schwere Reiter | 22./25. Juni
verschiedene Zeiten
Den Artikel von Ralf Dombrowski gibt es in der Juni-Ausgabe

LUISE KINSEHER: »MAMMA MIA BAVARIA«
Luise Kinseher eröffnet das diesjährige OpenAir-Festival »Sommerfrische« mit der Feststellung: Heimat ist da, wo es besonders weh tut. Wer denn sonst als die Liebsten, Vertrautesten, Nahestehendsten schaffen es immer wieder mit einem Augenaufschlag, dass man ruckzuck die Decke hochgeht? Luise Kinseher beschäftigt sich mit einer Frage von globalem Ausmaß: Welche Bedeutung hat Bayern vom Weltraum aus betrachtet? Und welche Bedeutung hat Bayern für die Welt? Regie: Beatrix Doderer.
Park des Ebenböckhauses | 19.00 | Ebenböckstr. 11 | Tickets/Anmeldung

SCHAU MER MAL
verschiedene Orte und online | Infos und Termine | Anmeldung: vermittlung@ theaterbueromuenchen.de
Schau mer mal, dann seng mer scho, diese wenig entscheidungsfreudige Aussage muss man im Augenblick leider auf fast alles anwenden. Das Theaterbüro München meint mit »Schau mer mal« aber wirklich schauen. Schauen, was die freie Szene in München so macht. Theatervermittlung nennt sich das und soll einen »unmittelbaren Blick auf Künstler*innen außerhalb von Scheinwerferlicht und Bühne« werfen lassen. Bühne und Scheinwerferlicht sind ja eh nicht, und so finden fünf der sieben Veranstaltungen zwischen 11. Mai und 18. September auf Zoom statt. Da kann man sich in #1 mit Susanne Schneider und Katelyn Skelley gemeinsam bewegen und atmen – vielleicht mal eine Alternative zu Faszientraining mit Karin auf Freizeitsport München – oder sich von Caitlin van der Maas in #6 ihre Recherchearbeit erklären lassen. Aber zwei Mal kann man auch in echt schauen. Zu ihrem 21. Geburtstag führt die Bairishe Geisha in »#2 Schwierigkeiten beim Verständnis« am 25. Mai in Kleingruppen über den Bogenhauser Friedhof. Treffpunkt für die Zwanzigminüter mit höchstens fünf Personen ist natürlich das Grab vom Monaco Franze. Um in »#5 Meerstern« mit Christiane Huber auf der Suche nach Wundern zu prozessionieren, muss man sich am 15. August nach Altötting auf den Kapellplatz begeben. Und damit das überhaupt wahr wird, vielleicht erst mal zur Hl. Corona wallfahrten. (Christiane Wechselberger)

Mittwoch, 23. Juni
LITERATURFEST MÜNCHEN: SOMMEREDITION
»MINISTERIUM DER TRÄUME« SOIRÉE MIT HENGAMEH YAGHOOBIFARAH
Hengameh Yaghoobifarah hat mit feiner Beobachtungsgabe ein Debüt voller Widersprüche geschrieben, einen Roman über Frauen in all ihren Facetten
Literaturhaus, Saal & Stream | 23. Juni | 18 Uhr
Moderation: Shahrzad Osterer
Den Artikel von Anne Fritsch gibt es in der Juni-Ausgabe

PALEST RAEL (bis 3. Juli)
theater … und so fort | Hinterbärenbadstr. 2
Mi bis Sa 20 Uhr (nicht 19. und 26.6.), So 18 Uhr (nicht 27.6.) | Tickets: 089 23219877
In die Zukunft sehen kann Heiko Dietz, der Leiter des theater … und so fort, natürlich nicht. Als er im letzten Jahr ein Stück über den Nahostkonflikt schrieb, war der im Mai dieses Jahres tobende Kurzkrieg zwischen Israel und der Palästinenserorganisation Hamas noch in weiter Ferne. Aber der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern schwelt nun schon seit über siebzig Jahren, und eine Einigung scheint völlig unmöglich. In seinem neuen Text »Palest Rael«, ein Kunstwort aus Palästina und Israel, geht es um das Aufeinandertreffen einer israelischen Soldatin und eines palästinensischen Kämpfers in derselben Hausruine. Beide haben sich während eines Gefechts darin verschanzt. Nach einer Konfrontation einigen sich beide entkräftet auf ein »vorerst unentschieden«. Und kommen miteinander ins Gespräch, lernen sich kennen, auch wenn das ziemlich unwahrscheinlich erscheint bei den verhärteten Fronten. Die beiden führen ihren Kampf verbal weiter, vertreten ihren jeweiligen Standpunkt innerhalb des Konflikts und schließen einen nicht ungefährlichen Kompromiss. Die Wirklichkeit sieht etwas anders aus, aber auf dem Theater ist alles möglich.

KLAUS KINOLD: LUDWIG MIES VAN DER ROHE – BARCELONA PAVILLON UND HAUS TUGENDHAT

klaus kinold

Klaus Kinold | © Jan Thorn-Prikker, Bonn

Er war ein Großer seines Metiers: der Münchner Architekturfotograf Klaus Kinold (1939–2021). Nun ist seine erste postume Ausstellung in der Walter Storms Galerie zu sehen.
Walter Storms Galerie | Schellingstr. 48
11. Juni bis 31. Juli | Di bis Fr 11–18 Uhr, Sa 11–16 Uhr
Hier der Artikel von Wolfgang Jean Stock

Donnerstag, 24. Juni
SCHWIERIGKEITEN BEIM VERSTÄNDNIS. DIE BAIRISHE GEISHA WIRD 21.
INSTALLATION UND PILGERREISE
Die Bairishe Geisha feiert ihren 21. Geburtstag als Aufbruch und Austausch zwischen Jung und Alt.
Schwere Reiter | Dachauer Str. 116
24.–27. Juni | 20 Uhr | Tickets und Infos
Den Artikel von Silvia Stammen gibt es in der Juni-Ausgabe

HAMLET

Hamlet

© Birgit Hupfeld

Robert Borgmann inszeniert »Hamlet« im Residenztheater unschlüssig zwischen Klamauk und Tragödie.
Residenztheater | 24., 25. Juni
19 Uhr (Sonntag 18 Uhr) | Tickets: 089 21851940
Hier der Artikel von Gabriella Lorenz

SIGI ZIMMERSCHIED: »MASKENBALL« (bis 27. Juni)
Die Seidlvilla macht in ihrem schönen Garten Platz für die Kabarett-Soiréen der Lach- und Schießgesellschaft, und Sigi Zimmerschied geht
gleich in die Vollen, mit einem »Programm über die ewige Pandemie – Des Homos verlorenen Sapiens«: ein spielerisches Plädoyer für einen
permanenten Populismuslockdown, Denkhygiene und einen großen Mindestabstand zu Dummheit, Opportunismus und Ignoranz. In der Ankündigung steht: »Sobald die kulturellen Impfzentren wieder geöffnet sind, kann sich jeder einer 90-minütigen Behandlung unterziehen. Sie hilft hinter wirkungslose Masken zu schauen, den Abstand lieben zu lernen und ideologische Infektionsketten zu durchbrechen. Ein Stoff gegen Betondeppen, multiple Loise, Scheißhausseppen, Asoziale aller Bildungs- und Gehaltsgruppen, Verschwörungstheoretiker, Heilsbringer und andere hoch infektiöse Verblödungserreger.«
Seidlvilla, Garten | Einlass 19.00, Beginn 19.30
Nikolaiplatz 1b | Tickets

24.–27. Juni
BAYERISCHES STAATSBALLETT:
HEUTE IST MORGEN
Prinzregentheater | jeweils 19.30 Uhr | Tickets (ab 12. Juni, 10 Uhr): telefonisch 089 21851920 und online
Auch das Bayerische Staatsballett tanzt wieder vor Publikum: Anfang Juni (5./8./18.6.) wieder Andrey Kaydanovskiys »Der Schneesturm«. Und in der zeitgenössischen Uraufführungs-Reihe »Heute ist Morgen«, im Rahmen der Opernfestspiele, bringt die junge englische Choreografin Charlotte Edmonds mit »Generation Goldfish« ihr erstes Werk für das Bayerische Staatsballett heraus. Gespannt sein darf man auch auf die Musik von Katya Richardson und das Lichtdesign von Ryan Joseph Stafford. Auf dem Programm des dreiteiligen Abends stehen weiters, noch ohne Titel, Kreationen von Özkan Ayik und Emil Faski.

KATRIN SCHAFITEL: »ZWINK«
Petuelpark (Barlachstraße 26, U 3 Petuelring) und verschiedene Orte der Stadt | Termine
Etwas, das ausschaut wie ein Virus, wollen viele nicht mehr sehen. Gut, dass das ObjektKostüm von Robert Kis, mit dem sich Katrin Schafitel durch die Stadt bewegt, ausschaut wie, wie … ein Wuschel-Puschel, ein Wesen im Wasser oder im Wind. »Zwink« startet im Petuelpark und bewegt sich als »Objekt-Tanz im öffentlichen Raum« durch die Stadt.

Freitag, 25. Juni
ARIBERT REIMANN: LEAR
Aribert Reimanns »Lear« kehrt ins Münchner Nationaltheater zurück
Bayerische Staatsoper | Stream | bis zum 1. Juli kostenlos
Den Artikel von Wolf-Dieter Peter gibt es in der Juni-Ausgabe

#KULTURLIEFERDIENST

kulturlieferdienst

Eine der vielen Stationen des Kulturlieferdienstes: Christin Henkel und Juri Kannheiser im Sommer 2020 auf dem Professor-Huber-Platz © Ralf Dombrowski

Alles wird anders. Clubs sind offiziell Kultur, die Straße wird zur Bühne. Und der Kulturlieferdienst hilft seit einem Jahr dabei, dass solche Ideen Wirklichkeit bleiben.
Auf Münchner Straßen | verschiedene Termine | Isarlust & Die Urbanauten
Hier der Artikel von Jürgen Moises

GEGEN DIE WAND
In Ercan Karaçaylis Inszenierung von »Gegen die Wand« werden die Figuren geerdet.
Zentraltheater | Paul-Heyse-Str. 28
25.–27. Juni | 19.30 Uhr | Tickets: 089 30659486
Den Artikel von Christiane Wechselberger gibt es in der Juni-Ausgabe

TEILE (HARTES BROT)/ERINNERUNG EINES MÄDCHENS
Mit zwei Uraufführungen französischer Provenienz kommt der Marstall aus der Zwangspause.
Residenztheater – Marstall | 20 Uhr
Tickets: 089 21851940
Den Artikel von Sabine Leucht gibt es in der Juni-Ausgabe

SÜDTIROL JAZZFESTIVAL ALTO ADIGE 2021
Das Südtirol Jazzfestival Alto Adige war immer schon mutig. In diesem Jahr hofft es, auch dem unsichtbaren Feind zu trotzen.
Bozen und Umgebung | 25. Juni – 04. Juli
verschiedene Zeiten | Tickets: +39 0471 982324
Den Artikel von Ulrich Möller-Arnsberg finden Sie in der aktuellen Ausgabe

Hier geht es zum Kiosk

Samstag, 26. Juni
LANGE NACHT DER NEUEN DRAMATIK
Die Münchner Autorin Raphaela Bardutzky hat es ins Finale um den Förderpreis für deutschsprachige Dramatik geschafft.
Kammerspiele | 26. Juni
Tickets: 089 23396600
Den Artikel von Gabriella Lorenz gibt es in der Juni-Ausgabe

MIND THE BRAIN! – A NEUROREACTIVE VR INSTALLATION

mind the brain

© mYndstorm

Das VR-Projekt »Mind The Brain!« macht künstlerisches Denken sichtbar und erlebbar. Ein Grenzübertritt
Blitz Club | Museumsinsel 1 | 2.–5.Juli
verschiedene Zeiten ab 16 Uhr
Hier der Artikel von Ralf Dombrowski

Samstag, 26. Juni
REX OSTERWALD

rex osterwald

© David Moser

Michel Decars »Rex Osterwald« auf Resi-Zoom spiegelt die aktuelle Wirklichkeit in Deutschland.
Residenztheater | 12., 26. Juni | 19.30 Uhr
Tickets: 089 21851940
Hier der Artikel von Anne Fritsch

Sonntag, 27. Juni
THINK BIG! #8
Think Big! #8 liefert internationale TanzGastspiele nach, die das Festival seinem jungen Publikum 2020 coronabedingt schuldig bleiben musste. Der Fokus aber liegt auf Münchner Künstler*innen und Theater, das zu seinem Publikum kommt.
Tanz- und Musiktheater für junges Publikum in Schulen, auf Plätzen und in Theatern
27. Juni bis 7. Juli 2021
Den Artikel von Sabine Leucht gibt es in der Juni-Ausgabe

DIE AKTE SOKRATES (bis 15. Juli)
Innenhof der Glyptothek | Königsplatz
täglich 20 Uhr (nicht 26. Juni)
Kartentelefon: 0176 69288938 (11–17 Uhr)
Regentelefon: 0176 69 28 89 38
Die Theaterspiele in der Glyptothek, die Wolfgang Petersen und Beles Adam etablierten, haben wegen ihrer Spielstätte im Innenhof der Sammlung mit Blick auf antike Statuen, schon immer gerne klassische Dramen gezeigt. Die Moreth Company setzt die Tradition fort und spielt dieses Jahr ein Stück des rumänisch-deutschen Autors und Regisseurs Ioan C. Toma. Der hat im Jahr 2000 aus den Dialogen Platons die »Akte Sokrates« erstellt, ein detektivisches Frage- und Antwortspiel. Damals suchte Gerd Lohmeyer als eine Art Columbo der Antike im zerknautschten Trenchcoat die Wahrheit, trieb den eitlen Hippias, der sich für einen Fachmann des Schönen hält, mit seinen Wortklaubereien in den Wahnsinn und gab den arroganten Sophisten in allem Recht. Eingebettet sind die philosophischen Diskurse, für die es keiner Vorkenntnisse bedarf, in die Rahmenhandlung der Gerichtsverhandlung, in der Sokrates (Konstantin Moreth) um sein Leben redet. Leider umsonst.

Montag, 28. Juni
POP PUNK POLITIK. DIE 1980ER JAHRE IN MÜNCHEN

kultur

© Volker Derlath

Monacensia im Hildebrandhaus | Maria-Theresia-Straße 23 | 30. April 2021 – 31. Januar 2022
Von Punk bis Pop, von »Freizeit 81« bis Baader Café – die Monacensia wirft einen frischen Blick auf die Münchner Stadtgeschichte der 1980er Jahre.
Hier der Artikel von Ralf Dombrowski

Dienstag, 29. Juni
MÜNCHENS KLEINSTES OPERNHAUS: »FRAU LUNA«
Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe! Die Musik von Paul Lincke wühlt sich ins Ohr und bleibt drin, egal wie energisch man den Ohrwurm loszuwerden versucht. Das muss an der Berliner Luft liegen, in der Lincke seine burleske Operette von 120 Jahren schrieb, beschwingt von den damals beliebten »Mondrevuen« und dem Traum vom Fliegen. Darum geht es auch in »Frau Luna«: Der Mechaniker Fritz Steppke, verlobt mit Mieze Pusebach, bastelt an einem Ballon. Eines Nachts startet der Ballon mit allerlei Passagieren an Bord in den
Berliner Himmel und fliegt zum Mond, der sich als ewiger Vergnügungspark entpuppt. Zurück auf der Erde kommen sie zu der Erkenntnis, dass es auf dem Mond genauso zugeht wie in Berlin. Musikalische Leitung: Andreas Heinzmann, Regie: Franziska Reng
Pasinger Fabrik | August-Exter-Str. 1
Termine und Tickets

Mittwoch, 30. Juni
STEPHANIE FELBER: »APON-PARON« (bis 20. Juli)
Schwere Reiter | Dachauer Str. 116 a
20.30 Uhr | Reservierung erforderlich
Das Abwesende ist da: aber nur als Bild. So funktionieren Medien. Aber auch in der LivePerformance entstehen sekundäre, mediale Konstrukte des Realen. Die Münchner Choreografin Stephanie Felber konfrontiert ihr live präsentes Publikum – im Wartesaal des Theaters – »mit Abbildungen, mit Hologrammen und anderen Simulationen« und inszeniert »das Erscheinen und Verschwinden, die Bewegung vor und nach dem eigentlich Erwarteten«.

Donnerstag, 1. Juli
HIGHLIGHTS INTERNATIONALE KUNSTMESSE MÜNCHEN 2021
Die 12. gleichermaßen etablierten und jungen Künstlern. Wenn nicht im Juli, dann im Oktober.
Residenz München | Eingang Hofgarten
1.–4. Juli
Den Artikel von Christiane Pfau gibt es in der Juli-Ausgabe

Freitag, 2. Juli
KAMMEROPER MÜNCHEN: »COSÍ FAN TUTTE«
Kaum wagt man es zu glauben: Oper analog, auch in Pullach! Die Kammeroper München unter der musikalischen Leitung von Nabil Shehata und in der Regie von Meka Savić bringt Mozarts Singspiel um Liebe, Untreue, Eifersucht, Lug und Trug auf die Bühne. Die Schwestern Dorabella und Fiordiligi, ihre Liebhaber Ferrando und Guglielmo und der zynische Don Alfonso mit Komplizin Despina rücken so nah wie möglich ans Publikum heran, frisch und federleicht, abgründig und rasant. In der Kammerfassung des Orchesterparts von Vladimir Beleaev spielen solistische Streicher und Holzbläser, dazu Akkordeon sowie Gitarre. Es singen Anna Malesza, Irena Weber, Jeongmeen Ahn, David Jagodic, Polly Ott und Frederik Tucker.
Bürgerhaus Pullach | 20.00 | Heilmannstraße 2, 82049 Pullach | Tickets

Samstag, 3. Juli
GRAF ÖDERLAND

thiemo strutzenberger

© Birgit Hupfeld

Thiemo Strutzenberger hat einen Master in »Gender Studies«, schreibt komplizierte Stücke und hat als Schauspieler gerade einen Lauf. Ein Porträt des mit »Graf Öderland« zum Berliner Theatertreffen eingeladenen Ensemblemitglieds des Residenztheaters.
Hier der Artikel von Sabine Leucht
ab 17. Mai 120 Tage in der Mediathek.

Sonntag, 4. Juli
IM LABYRINTH DER ZEITEN.
MIT MORDECHAI BERNSTEIN DURCH 1700 JAHRE DEUTSCH-JÜDISCHE GESCHICHTE

labyrinth der zeiten kultur

© Jüdisches Museum, München

Mordechai Bernsteins Zeugnisse jüdischen Lebens führen durch ein »Labyrinth der Zeiten«.
Jüdisches Museum München
Sankt-Jakobs-Platz 16 | bis 13. Februar 2022
Hier der Artikel von Thomas Kiefer

Montag 5. Juli
PHYLLIDA BARLOW. FRONTIER

phyllida barlow

Phyllida Barlow: »untitled: 11 awnings« | 2013 | »Phyllida Barlow. frontier«, Installationsansicht Haus der Kunst, 2021 | Foto: Maximilian Geuter © 2021 Haus der Kunst, München

Das Haus der Kunst lädt zu einer einzigartigen Retrospektive der britischen Künstlerin Phyllida Barlow – eine Inspiration.
Haus der Kunst | Prinzregentenstr.1
bis 25. Juli | Mo bis So 10–20 Uhr, Do bis 22 Uhr | digitale Angebote zu den Ausstellungen des Hauses unter »Programm«, »Kalender«, »Medien« und »Blog« auf der Homepage
Hier der Artikel von Gisela Fichtl

Dienstag, 6. Juli
GERHARD RICHTER. 54 ZEICHNUNGEN . 3 GRAUE SPIEGEL . 1 KUGEL.

gerhard richter

© Gerhard Richter 2021

Keine Wolken, keine Bäume, keine Schatten: Das zeichnerische Spätwerk von Gerhard Richter, zu sehen in der Pinakothek der Moderne, ist hochgradig intellektuell – und wunderschön.
Staatliche Graphische Sammlung München in der Pinakothek der Moderne | Barer Str. 40 | bis 22. August
Di–So 10–18 Uhr, Do bis 20 Uhr
Ticket-Buchung
Hier der Artikel von Julie Metzdorf

Dienstag, 24. August
EULENSPIEGEL FLYING CIRCUS SCHWABING
Das Schloss Suresnes der Katholischen Akademie Bayern öffnet seinen Park für eine neue Kulturreihe. Mitten in Schwabing.
Katholische Akademie Bayern (Schloss Suresnes) | Mandelstr. 23 | 24. Aug. bis 12. Sept. | 19.30 Uhr | Tickets: 089 54 818181
Den Artikel von Ralf Dombrowski gibt es in der Juni-Ausgabe