Mit unserem Kalender zeigen wir Ihnen einen kleinen Überblick über die Kultur in München. Egal ob Theater, Musik, Ausstellungen … Mehr gibt es in unserer Print-Ausgabe.

Kultur in München:

Montag, 24. Februar
STEFANIE UNRUH: THIS LAND WAS MADE FOR YOU AND ME (bis Mitte Februar 2022)
Woody Guthrie sang 1940 »This land was made for you and me«. Das Lied ist das Leitmotiv für Stefanie Unruhs 25 Quadratmeter große Drucke, die auf Plakatständern die Passanten fesseln. Fußgänger haben den Vorteil, dass sie einfach stehen bleiben können, im Gegensatz zu den in Blech gefassten Autofahrern im üblichen Stachus-Stau. Die Bilder sind so komplex, dass man sie mit einem beiläufigen peripheren Blick nicht erfassen kann. Eine surreale Baustellenlandschaft, ein ins Weltall abdriftender Schlafsack, dafür braucht man mehr als einen Augenaufschlag. Also entsprechend Zeit beim nächsten Stadtspaziergang einplanen. (Christiane Pfau)
Kunst-Insel am Lenbachplatz – Billboards

DIE UNERHÖRTEN

die unerhörten

V.l.: Frauen am Blutbrunnen – Nicola Kirsch, Pia Händler, Lisa Stiegler | © Sandra Then

In »Die Unerhörten« erzählen antike Frauen ihre Geschichte – mit mitreißender Musik.
Marstall |24., 28. Jan.
20 Uhr (So 19 uhr) | tickets: 089 21851940
Den Artikel von Gabriella Lorenz gibt es in der Ausgabe 113

DAS NEUE VOLKSTHEATER

volkstheater

»Gymnasium« (Vincent Sauer, Pola Jane O’Mara, Steffen Link) | © Arno Declair

Jetzt steht es tatsächlich da: das neue Volkstheater im Schlachthofviertel, das Intendant Christian Stückl mit unermüdlicher
Energie den Stadtpolitikern abgerungen hat.
UNSER FLEISCH, UNSER BLUT
24. Jan | 20 Uhr
GYMNASIUM
31. Jan | 19.30 Uhr
Volkstheater | Tumblingerstr. 29 | Tickets: 089 5234655
Hier der Artikel von Gabriella Lorenz

Dienstag, 25. Januar
DER ROMANTISCHE BLICK. WERKE AUS DER SAMMLUNG MAIBAUM LÜBECK
Museum Fürstenfeldbruck | Fürstenfeld 6, 82256 Fürstenfeldbruck | bis 1. Mai | Di–Sa 13–17 Uhr, So/Fei 11/17 Uhr | Führungen: 30.1., 27.2., 27.3., 1.5., je 15 Uhr
Den Artikel von Thomas Betz gibt es in der Ausgabe 114

DUCKOMENTA (bis 30. Januar 2022)
Entenhausen ist überall. Die Sonderausstellung »DUCKOMENTA – Präsentation des Weltkulturerbes der Enten« betrachtet die Welt aus einer speziellen Perspektive. Während die Menschheit Geschichte schrieb, blieben die Enten lange Zeit unentdeckt. Doch Fossilien, fremde Artefakte, Gemälde oder Skulpturen aus allen Epochen und Teilen der Welt beweisen, dass die Enten den Menschen nicht nur einmal mehr als eine Schnabellänge voraus waren. Die Berliner Künstlergruppe interDuck kreiert seit über 30 Jahren Enten-Exponate, inspiriert von Highlights der menschlichen Kunst- und Kulturgeschichte. Im Ägyptischen Museum werden viele originale Werke präsentiert, darunter einige Neuentdeckungen aus dem Alten Ägypten und überraschende Funde aus dem Magazin des Museums. Die Besucher sind aufgerufen, im Stadtbild nach Enten jeglicher Art Ausschau zu halten und die Bilder an info@smaek.de zu schicken. So soll die Galerie weiterwachsen. (Christiane Pfau)
Staatliches Museum Ägyptischer Kunst
Gabelsbergerstr. 35 | Mi–So 10–18 Uhr, Di 10–20 Uhr

JEEPS

jeeps

Gabor (Vincent Redetzki) © Armin Smailovic

Nora Abdel-Maksoud lädt zur großen Kapitalismuskritik-Sause »Jeeps«.
Kammerspiele | 25. Jan. , 7. Feb., 11. Feb. | 19 Uhr
Tickets 089 23396600
Hier der Artikel von Christiane Wechselberger

Mittwoch, 26. Januar
NACHTS. CLUBKULTUR IN MÜNCHEN

nachts

Techno, legendär: Industrieästhetik im
Ultraschall | © Marcus Zumbansen

Dirk Wagner stand selbst oft an den Plattentellern. Diesmal schlendert er durch die Ausstellung »Nachts«.
Münchner Stadtmuseum | St.-Jakobs-Platz 1
bis 1. Mai 2022 | Di bis So 10–18 Uhr
Tickets: 089 233 22370
Hier der Artikel von Dirk Wagner

BAYERISCHE SUFFRAGETTEN

bayerische suffragetten

Dass Ehe kein Beruf ist, wussten schon die bayerischen Suffragetten (Ensemble) | © Julian Baumann

Jessica Glause stellt in »Bayerische Suffragetten« Vorkämpferinnen der Emanzipation in Bayern vor.
Kammerspiele | 26. Jan. | 20 Uhr
Tickets: 089 23396600
»Bayerische Suffragetten« an den Münchner Kammerspielen

Donnerstag, 27. Januar
JON FOSSE: ICH BIN DER WIND (bis 30. Januar)
Ali Akbaba und Holger Jerzembek vom Münchner Heldentheater spielen unter der Regie von Andreas Berner die Geschichte von zwei Männern auf einem Boot: Der eine ist ein Realist, der andere hat sich schon längst von der Gegenwart verabschiedet. Die beiden, einst beste Freunde, kreisen um wesentliche Fragen ihrer Existenz. Lebt der Mensch in seinem persönlichen Traum, bis er erwacht? (Christiane Pfau)
Einstein Kultur | 20 Uhr | Einsteinstr. 42
Ticketsa
auch von 16.2. bis 20.2

LIKE LOVERS DO

like lovers do

Thema ernst, Setting comichaft poppig (Ensemble) | © Krafft Angerer

Pınar Karabulut verpoppt Sivan Ben Yishais Vergewaltigungspanorama »Like lovers do«.
Kammerspiele | 27. Jan., 18., 22. Feb. | 20 Uhr
Tickets: 089 23396600
Hier der Artikel von Anne Fritsch

IM LABYRINTH DER ZEITEN.
MIT MORDECHAI BERNSTEIN DURCH 1700 JAHRE DEUTSCH-JÜDISCHE GESCHICHTE

labyrinth der zeiten kultur

© Jüdisches Museum, München

Mordechai Bernsteins Zeugnisse jüdischen Lebens führen durch ein »Labyrinth der Zeiten«.
Jüdisches Museum München
Sankt-Jakobs-Platz 16 | bis 13. Februar 2022
Hier der Artikel von Thomas Kiefer

»DAS WAGNIS DER ÖFFENTLICHKEIT«
HANNAH ARENDT UND DAS 20. JAHRHUNDERT

hannah arendt

Hannah Arendt an der University of Chicago, 1966 | © Art Ressource, New York, Hannah Arendt Bluecher Literary Trust, Fotograf: unbekannt

Eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums, Berlin, in Kooperation mit dem Literaturhaus München | Kuratorin: Monika Boll | Literaturhaus, Galerie (EG) | tgl. 11–18 Uhr Eintritt 7 Euro / 5 Euro (montags für Studierende, Auszubildende und Schüler 2 Euro) | Kuratorenführungen mit Monika Boll: 27.1., 6.4., jeweils 18 Uhr | Ausstellungsführungen mit Anna Seethaler: 17.2., 14.3., jeweils 18 Uhr, 20.11., 10 Uhr
Hier der Artikel von Gisela Fichtl

Freitag, 28. Januar
POP PUNK POLITIK. DIE 1980ER JAHRE IN MÜNCHEN

kultur

© Volker Derlath

Monacensia im Hildebrandhaus | Maria-Theresia-Straße 23 | 30. April 2021 – 31. März 2022
Von Punk bis Pop, von »Freizeit 81« bis Baader Café – die Monacensia wirft einen frischen Blick auf die Münchner Stadtgeschichte der 1980er Jahre.
Hier der Artikel von Ralf Dombrowski

DER SELBSTMÖRDER

selbstmörder

© Gabriela Neeb

claudia Bossard transponiert nikolai erdmanns Satire »Der Selbstmörder« ins 21. Jahrhhundert.
Volkstheater | Tumblingerstr. 29 | 28. Jan. | 19.30 Uhr
Tickets 089 5234655
Hier der Artikel von Anne Fritsch

Samstag, 29. Januar
ALEX. REALITY TIPS AND TRICKS
Die musizierenden Performer Julia Wahren, Masako Ohta, Christopher Robson und Sebi Tramontana untersuchen die Realität, was auch immer damit gemeint sein mag. Was ist die Wirklichkeit? Was man sehen, hören oder anfassen kann? Was man zählt und misst? Glauben, was man weiß: der größte Irrtum von allen? Das Ensemble experimentiert mit Text, Klang, Bild und Raum und erfindet die Figur Alex, eine Person voller Optionen und Widersprüche, die Fakten und Fiktionen virtuos für sich ausnutzt. Alex lädt ein, aus dem Leben ein Spiel zu machen. (Christiane Pfau)
HochX | 20 Uhr | Entenbachstr. 37
Tickets | auch am 2.2. und 3.2

TUE GREENFORT: ALGA

tue greenfort

Tue Greenfort: »Ulva I« und »Ulva III« | 2020/21 | Glas, Holz, Acrylschnur bzw. Draht,jeweils 50 x 50 x 300 cm (variabel) im Hintergrund: »Meereseiche« | 2021 | Cyanotypie,119 x 83,5 cm | © ERES-Stiftung, Foto: Thomas Dashuber

Die ERES-Stiftung zeigt die komplexen Arbeiten von Tue Greenfort
ERES-Stiftung | Römerstr. 15 | bis 29. Januar 2022 | Samstag 11–18 uhr und nach Vereinbarung (089 38879079) | Eintritt frei | Es gilt die 3-G-Regel
Wissenschaftsprogramm
Hier der Artikel von Joachim Goetz

HERZ AUS GLAS

herz aus glas

Dass Ehe kein Beruf ist, wussten schon die bayerischen Suffragetten (Ensemble) | © Julian Baumann

Elsa-Sophie Jach bringt Herbert Achternbuschs Drehbuch »Herz aus Glas« auf die Bühne.
Marstall | 29. Jan. | 20 Uhr | 13. Feb | 19 Uhr
Tickets: 089 21851940
Hier der Artikel von Silvia Stammen

ENSEMBLE RISONANZE ERRANTI: ASSANGE – FRAGMENTE EINER UNZEIT
Schwere Reiter | Dachauer Str. 114a | 20 Uhr
Der Münchner Cellist, Dirigent und Komponist Peter Tilling ist ein kleines Trüffelschwein, was interessante Konzertprogramme angeht: Unter seiner Leitung führt das ensemble risonanze erranti Iris ter Schiphorsts Stück »ASSANGE – Fragmente einer Unzeit« auf, das auf Auszügen von Texten von Julian Assange basiert, kombiniert mit Kommentaren von Politikern, juristischen Urteilen und Pressebeiträgen. Daraus entsteht ein multimediales Spektakel für Sängerin, Liveelektronik und großes Ensemble, ein Lehrstück, das ebenso wegen seiner musikalischen Qualität wie wegen seiner inhaltlichen Brisanz bemerkenswert ist, dennoch aber höchst selten zu hören ist. Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Rino Murakami und Birke Bertelsmeier und eine Uraufführung von Johannes X. Schachtner, sowie zum Gedenken an den 10. Todestag von Hans Werner Henze sein »Kammerkonzert 05« und zum 70. Geburtstag von Wolfgang Rihm der »Blick auf Kolchis«. (Christiane Pfau)

Sonntag, 30. Januar
DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN
Barrie Kosky inszeniert am Nationaltheater »Das schlaue Füchslein«.
Nationaltheater | 30. Jan., 12., 15. Feb. | 19 Uhr | 3., 10. Feb. | 19.30 Uhr | 6. Feb. | 17 Uhr | 7. Feb. | 11 Uhr | Tickets: 089 21851920
Den Artikel von Roland H. Dippel finden Sie in der Ausgabe 114

BNKR – CURRENT REFLECTIONS ON ART AND ARCHITECTURE THE ARCHITECTURE OF TRANSFORMATION (bis 29. Mai 2022)
Die Ausstellungs-Trilogie »The Architecture of« präsentiert künstlerische Positionen an der Schnittstelle von Kunst und Architektur. Jedes
Kapitel knüpft dabei direkt an die wechselvolle Geschichte des BNKR – ursprünglich im Zweiten Weltkrieg als getarnter Luftschutzbunker errichtet, dann in den Nachkriegsjahren als Internierungslager genutzt, und schließlich in ein Wohnund Bürohaus umgewandelt. Der letzte Teil der Trilogie bezieht sich auf die aktuelle Transformation des Gebäudes und thematisiert den architektonischen Wandel im gesellschaftlichen Zusammenhang. Sechs Künstler aus den USA, Kanada, Saudi-Arabien, Frankreich, Belgien und der Schweiz zeigen Arbeiten, die zum Teil speziell für den BNKR entstanden sind. Eine für die Ausstellung in Auftrag gegebene Sound-Installation der Schweizer Künstlerin Hannah Weinberger komplementiert bestehende Lücken der Architektur durch akustische Interventionen. (Christiane Pfau)
BNKR | Ungererstr. 158 | Sa, So 12–18 Uhr

EURE PALÄSTE SIND LEER (ALL WE EVER WANTED)

eure paläste sind leer

Leoni Schulz als ausgebrannte McDonald’s-Clownin
© Armin Smailovic

Die Uraufführung von Thomas Köcks »Eure Paläste sind leer (all we ever wanted)« ist eine große Anklage.
Kammerspiele | 30. Jan, 20. Feb. | 18 Uhr | 10. Feb | 19 Uhr | 19. Feb. | 19.30 Uhr
Tickets: 089 23396600
Hier der Artikel von Gabriella Lorenz

Montag, 31. Januar
RAGNAR AXELSSON. WHERE THE WORLD IS MELTING
Der isländische Fotograf Ragnar Axelsson widmet sich dem Leben im ewigen Eis – und dem Schwinden der Gletscher und Eisberge.
Kunstfoyer, Versicherungskammer Kulturstiftung
Maximilianstr. 53 | bis 13. März | täglich 9.30–18.45 Uhr
Eintritt frei, Zutritt nur mit Online-Reservierung
Den Artikel von Joachim Goetz gibt es in der Ausgabe 114

DAS VERMÄCHTNIS TEIL 1 UND 2 (THE INHERITANCE)
Ein Musikvideo für Rammstein hat den Bühnenbildner Philipp Stölzl 1997 praktisch über Nacht zum Regisseur gemacht. Mittlerweile hat er etliche Werbespots und Spielfilme gedreht wie das Bergsteigerdrama »Nordwand«, das Mittelalterepos »Der Medicus« oder die Literaturverfilmung »Schachnovelle«. Auch Opern liegen dem aufs Populäre abonnierten Stölzl, der 2021 für Verdis »Rigoletto« einen riesigen Clownskopf auf die Bregenzer Seebühne gezaubert hat. Im Januar bringt er das siebenstündige Melodram »Das Vermächtnis« auf die Bühne des Residenztheaters.
Residenztheater | Teil 1: 31. Jan., 17. Feb. | 19.30 Uhr
19. Feb. | 16 Uhr | Teil 2: 1., 18. Feb. | 19.30 Uhr
19. Feb. | 20 Uhr | Teil 1 +2 im Paket: 30. jan. | 16 +
20 Uhr | Tickets: 089 21851940
Das Interview von Sabine Leucht finden Sie in der Ausgabe 114

Dienstag, 1. Februar
GRUPPENDYNAMIK – DER BLAUE REITER
GRUPPENDYNAMIK – KOLLEKTIVE DER MODERNE

ausstellungen

Mitglieder des »Blauen Reiter« auf dem Balkon der Ainmillerstraße 36,
München; von links: Maria und Franz Marc, Mäzen Bernhard Koehler,
Heinrich Campendonk, Komponist Thomas von Hartmann, vorn sitzend
Wassily Kandinsky, 1911 | Foto: Gabriele Münter | Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung, München, Inv.-Nr. 2205 | © VG Bild-Kunst, Bonn 2022 Stiftung

Kunst entsteht zwischen Menschen und in kulturellem Austausch, das demonstrieren zwei faszinierende Ausstellungen zur »Gruppendynamik« im Lenbachhaus.
Städtische Galerie im Lenbachhaus | Luisenstr. 33 | bis 24. April | Di–So/Fei 10–18 Uhr, Do bis 20 Uhr | Kunstgespräche (gratis), jew. Sa/So 15–17 Uhr
Hier der Artikel von Thomas Betz

Donnerstag, 3. Februar
ZUFIT SIMON: PASSABLE, NOT PRESENTABLE (bis 5. Februar)
Wohin kann radikaler Feminismus führen? Im Rückgriff auf die Theorien der jüdischen Radikalfeministin Shulamith Firestone (1945-2012) zeichnet die Choreografin und Tänzerin Zufit Simon die Auswirkungen nach, die politische und private Konflikte auf die weibliche Körperlichkeit haben können. Sie hinterfragt ökonomische und seelisch-private Unterdrückung und übersetzt sie in die Sprache des Tanzes. (Christiane Pfau)
Schwere Reiter | 20.30 Uhr | Dachauer Str. 114a
Tickets

MASS FÜR MASS (bis 5. März)
Theater viel Lärm um Nichts | Pasinger Fabrik
Do–Sa 20 uhr | tickets: 089 82929079
Im offiziellen Werkekanon Shakespeares wird »Maß für Maß« zu seinen Komödien gezählt. Dabei enthält das Stück nun wirklich nichts Lustiges. Es geht um Machtmissbrauch, sexuelle Übergriffigkeit und Bigotterie. Doch am Schluss taucht der Herzog, der angeblich seine sittenlose Stadt Wien verlassen hat, als Deus ex machina auf und wendet alles zum Guten. Zuerst einmal aber verurteilt Angelo, der bigotte Stellvertreter des Herzogs, Claudio zum Tode, weil der vor der Ehe mit seiner Freundin geschlafen hat. Claudios Schwester Isabella bittet um Gnade und soll für diese Gunsterweisung mit Angelo ins Bett. Da geht sie lieber ins Kloster respektive aktiviert Angelos sitzengelassene Freundin Mariana. Am Ende werden (fast) alle zu Ehe lebenslänglich begnadigt – oder verurteilt, je nach Blickwinkel. (Christiane Wechselberger)

Freitag, 4. Februar
KARL F. GERBER & FRIEDEMANN VON RECHENBERG: ABGEFAHRENE AUTOMATEN
Die Beschreibung klingt verführerisch kryptisch: »Halbgeöffnete Tonlöcher bei der Blockflöte, Bewegung von 19 Streichbögen. Improvisieren mit Mechatronik und Formeln. Rhythmischer Groove erlaubt. Der Altblockflötenautomat fühlt mit anderen Maschinen und Apparaten. Elektronische Überhöhung der Klänge im Raum
veredeln die Poesie der Mechanik und beleuchten akustisch Perfektion und Zufall dieser Unikate.« Karl F. Gerber und Friedemann von Rechenberg sind beide vieles: Komponisten zeitgenössischer Musik, hingebungsvolle Tüftler und Schrauber, dabei humorbegabt und irgendwie auch zauberhaft romantisch. Abgefahren sind ihre tönenden Automaten sicherlich, zu Ende ist noch lange nichts. (Christiane Pfau)
Einstein Kultur | 20 Uhr | Einsteinstr. 42
Tickets

WHO’S NEXT? OBDACHLOSIGKEIT, ARCHITEKTUR UND DIE STADT

obdachlosigkeit

Unübersehbar in Reih und Glied: Zeltunterkünfte in San Francisco © Christopher Michel

Millionen Menschen in den Metropolen dieser Welt haben kein Dach über dem Kopf. Im Architekturmuseum
der Technischen Universität München hat man Gelegenheit, sich dem Themenkomplex »Obdachlosigkeit, Architektur und die Stadt« zu nähern.
Architekturmuseum in der Pinakothek der Moderne | Barer Str. 40 | bis 6. Februar | Di-So 10–18 Uhr, Do 10–20 Uhr
Hier der Artikel von Christiane Pfau

Samstag, 5. Februar
HELDENPLATZ

Heldenplatz

Die Familie: Erwin Aljukić, Wiebke Puls, Thomas Hauser, Bernardo Arias Porras | © Denis Kuhnert

Falk Richter schreibt Thomas Bernhards Stück »Heldenplatz« weiter in die Gegenwart.
Kammerspiele | 5. Feb. | 19 Uhr | 15., 16. Feb. | 19.30 Uhr | Tickets: 089 23396600
Hier der Artikel von Gabriella Lorenz

UNSERE ZEIT

unsere zeit

Die Warenhaftigkeit des Lebens manifestiert sich in Blanca Añons Bühnentankstelle © Birgit Hupfeld

Simon Stone versucht im Resi »Unsere Zeit« durch die Augen Ödön von Horváths zu sehen.
Residenztheater | 5., 6. Feb. | 17 Uhr | Tickets: 089 21851940
Hier der Artikel von Sabine Leucht

Sonntag, 6. Februar
#WURZELSPITZEN

#wurzelspitzen

Blick über das Gelände mit »Sequoioideae« von Daniel Bräg, »Radix« von Marco Schuler, im Hintergrund die »Bank für die Zeit des Virus und danach« von Anke Mellin und eine von fünf »Wurzelspitzen«-Figuren von Josef Lang | © Foto: heiders büro

Beim Zwischennutzungs-Projekt #wurzelspitzen tummeln sich 30 Künstler und Künstlerinnen auf einem ehemaligen Gärtnereigelände mitten in Seeshaupt.
Gelände der ehemaligen Gärtnerei Demmel
Baumschulenstr. 3, 82402 Seeshaupt | bis März 2022 | Sa und So 14–18 Uhr | Zum umfangreichen Veranstaltungsprogramm mit Kuratorenführungen, Künstlergesprächen, Performances und Musik sowie den jeweils geltenden Hygieneregeln siehe Heiders Büro und Instagram
Hier der Artikel von Erika Wäcker-Babnik

Montag, 7. Februar
STEFAN HUNSTEIN: »VON EWIGKEIT ZU EWIGKEIT«

stefan hunstein

Stefan Hunstein: »Von Ewigkeit zu Ewigkeit« | Videoinstallation in St. Paul | © Stefan Hunstein

Mit seiner neuen Arbeit »Von Ewigkeit zu Ewigkeit« setzt Stefan Hunstein die Reihe seiner Videoinstallationen in der Kirche St. Paul fort.
Kirche St. Paul | St.-Pauls-Platz 11 an der Theresienwiese
bis Ende Februar 2022 | täglich 8.30–17 Uhr |Sonntagsveranstaltungen der Kunstpastoral
Hier der Artikel von Erika Wäcker-Babnik

Dienstag, 8. Februar
NATUR UND IDYLLE. DIE KÜNSTLERKOLONIE KRONBERG
Über 100 Jahre arbeiteten Landschafts- und Genremaler in der Künstlerkolonie Kronberg im Taunus, das zeigt eine Ausstellung in der Dachauer Gemäldegalerie.
Gemäldegalerie Dachau | Konrad-Adenauer-Str. 3, 85221 Dachau | bis 13. März | Di–Fr 11–17 Uhr, Sa/So/Feiertag 13–17 Uhr, 2G-plus | Führungen: 6. Feb., jew. 14 Uhr; Kuratorenführung: 10. Feb., 19 Uhr (Anmeldung: 08131 5675-13 oder verwaltung@dachauer-galerien-museen.de
Der Katalog (64 S., 70 abb.) kostet 17 Euro
Den Artikel von Thomas Betz gibt es in der Ausgabe 114

Montag, 21. Februar
HEIDI WEINT – EINE GEFÜHLSVERSAMMLUNG

heidi weint

Johanna Kappauf, Julia Gräfner und Sebastian Brandes
weinen nicht | © Judith Buss

Das EnsembIeprojekt »Heidi weint« hinterfragt den Perfektionsanspruch von »GNTM«.
Kammerspiele – Werkraum | 21., 22. Feb. | 20 Uhr
Tickets: 089 23396600
Hier der Artikel von Gabriella Lorenz

Sonntag, 27. Februar
DIE TRÄUME DER ABWESENDEN

die träume der abwesenden

Die Überlebenden feiern das Leben (Ensemble) | © Sandra Then

Mit »Die Träume der Abwesenden« gelingt Stephan Kimmig ein berührender Abend über die generationenübergreifenden Wunden der Schoa.
Residenztheater | 27. Feb. | 17 Uhr | 26. Feb. | 18 Uhr | Tickets: 089 21851940
Hier der Artikel von Sabine Leucht

Dienstag, 1. März
CINDERELLA

cinderella

Pas de deux: Madison Young als Aschenputtel und Jinhao Zhang als Prinz | © Sergei Gerciu

Die Noten tanzen – und die Bräute: Christopher Wheeldons »Cinderella« zu Prokowjews Musik beim Bayerischen Staatsballett setzt auf Opulenz, Virtuosität und Witz.
Nationaltheater | 1. Mär., 19.30 Uhr | Tickets: 089 21851920 | Live-Stream am 5. März 2022
Hier der Artikel von Eva-Elisabeth Fischer

Sonntag, 13. März 2022
MONTY PYTHON’S DAS LEBEN DES BRIAN
Aus Leinwandslapstick wird Oratorium: »Das Leben des Brian« im Gärtnerplatztheater.
Gärtnerplatztheater | 13. März, 4., 30. April 2022 | 20 Uhr | Tickets: 089 4482794
Den Artikel von Klaus Kalchschmid gibt es in der aktuellen Ausgabe