Das Kultur-Leben in München nimmt wieder Fahrt auf! Hier eine Auswahlvon dem, was es zu erwarten und zu erleben gibt.

Freitag, 7. August
Unsere Fenster zum Hof (Remake D 2020)
dasvinzenz | auch 8., 14., 15. August | Orte und Uhrzeit werden noch bekanntgegeben | Tickets: 089 182694
Dasvinzenz sucht noch Innen- und/oder Hinterhöfe für seine nächste Produktion, für die Alfred Hitchcock Pate stand. Oder besser, sein Film »Fenster zum Hof«, in dem James Stewart (Thorsten Krohn) als Fotoreporter mit Gipsbein seine Wohnung nicht verlassen kann und anfängt, die Geschehnisse hinter den Fenstern seines Hinterhofes zu beobachten. Allein in der Wohnung sitzen, kennen wir jetzt alle. Isolation, Einsamkeit, Voyeurismus, Paranoia, Existenzangst und social distancing sind die Themen der partizipativen Theaterperformance, die Jochen Strodthoff, Michael Bischoff, Barbara Kastner und Robert Spitz gemeinsam mit den Bewohner*innen der bespielten Höfe und ihrem Ensemble inszenieren. Dabei wird jeden Abend in einem anderen Hof ein anderes Remake des Films gedreht.
Den Artikel von Silvia Stammen gibt es in der aktuellen Ausgabe

TANZWERKSTATT EUROPA
Die traditionsreiche Tanzwerkstatt Europa kann nun live mit Workshops und Vorstellungen stattfinden.
Verschiedene Spielorte | 28. Juli–7. August | Informationen zu den Workshops (Anmeldung läuft) und Vorstellungsterminen (Vorverkauf ab Anfang Juli) unter: www.jointadventures.net
Tanzwerkstatt Europa 2020 beginnt!

JEDERMANN
Georg Büttel inszeniert Hofmannsthals »Jedermann« im Hofspielhaus als Livehörspiel.
Hofspielhaus | Falkenturmstr. 8 | 7. August | 20 Uhr | Tickets: 089 24209333
Den Artikel von Anne Fritsch gibt es in der aktuellen Ausgabe

MARGRET EICHER. LOB DER MALKUNST BEATE PASSOW. MONKEY BUSINESS
Die Stuckvilla präsentiert aktuelle Tapisserien von Margret Eicher und Beate Passow.
Museum Villa Stuck | Prinzregentenstr. 60
bis 13. September | Di–So/Fei 11–18 Uhr (mit Mund-Nasen-Schutz) | Führungen mit Margret Eicher: 15.7., 5./26.8. (mit Anmeldung:
villastuck@muenchen.de, 089 45 55 510)
Die Kataloge erscheinen demnächst und kosten ca. 20 Euro
Hier der Artikel von Joachim Goetz

NUR DIE LIEBE ZÄHLT, HABEN SIE GESAGT
Jan Struckmeier und Anne Kapsner sind beide um die dreißig und Münchner Regisseur*innen. Die Stücke, die sie im HochX und im Pathos zeigen, könnten dennoch unterschiedlicher nicht sein.
Pathos Theater | Dachauer Str. 110d |
7.–9. Aug. | 20.30 Uhr | Tickets: 0152 05345609
Den Artikel von Sabine Leucht gibt es in der aktuellen Ausgabe

BERND ZIMMER. TERRANAUT. MALEREI – DIE IDEE STOA169
Mit seinem Projekt STOA169 auf einer Wiese bei Polling verwirklicht Bernd Zimmer seinen Lebenstraum: eine Halle, deren Säulen von Künstler*innen aus aller Welt gestaltet werden. Die Galerie Jahn Pfefferle und das Museum Fünf Kontinente zeigen seinen Weg als Maler, der zu dieser Idee führte.
Galerie Jahn Pfefferle | Reichenbachstraße 47-49 Rgb. | bis 8. August | Di–Fr 13–18, Sa 12–16 Uhr
Hier der Artikel von Erika Wäcker-Babnik

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Samstag, 8. August
BEZAUBERND – MAGIE UND ZAUBERKUNST
In der Ausstellung »Bezaubernd – Magie und Zauberkunst« skizziert das Museum Fürstenfeldbruck eine Kulturgeschichte des Unerklärlichen.
Museum Fürstenfeldbruck | Fürstenfeld 6b, 82256 Fürstenfeldbruck | bis 11. Oktober | Di–Sa 13–17 Uhr, So/Fei 11–17 Uhr
Der Katalog kostet 18,90 Euro | Infos zum Besuch und Online-Angebote
Hier der Artikel von Joachim Goetz

THIS HOUSE IS NOT A HOME
Unter dem Titel »This house is not a home« bespielt die Künstlerinneninitiative K diesen Sommer die Halle der Lothringer13. Der Ausstellungsraum wird dabei zu einem Ort des gemeinschaftlichen Austauschs und der Interaktion.
Lothringer13 Halle | Lothringer Str. 13
bis 20. September | Mi–So 11–19 Uhr
Eintritt frei | Übung »Der Asphalt ist unser Strand« mit Angela Stiegler und Gästen: jeden Sonntag 9.30–11.30 Uhr, Anmeldung: k2020@lothringer13.com, Betreff: Asphalt Aktivierungsphase 3: 11./12. September (als Teil des Programms von various others)
Den Artikel von Quirin Brunnmeier gibt es in der aktuellen Ausgabe

MUNICH JAZZ SUMMER WEEKS
Wer Jazz live hören will, muss sich beeilen. Denn die Summer Weeks der Unterfahrt dürfen nur wenige Plätze anbieten – aber es gibt sie!
Jazzclub Unterfahrt | Einsteinstr. 42 | 1. Aug. bis 5. Sept. | 20.30 Uhr (Konzert & Streams)
Tickets: 089 4482794
Den Artikel von Ralf Dombrowski gibt es in der aktuellen Ausgabe

FILMKUNSTWOCHEN
Ob Meisterwerke der Filmgeschichte oder Perlen des New Black Cinema, ob persönliche Favoriten der Kinobetreiber oder Highlights des DOK.fest@home, die 68. Filmkunstwochen zeigen sich so bunt und mannigfaltig wie eh und je.
5.–26. August | ABC Kino, City Kinos, Filmeck Gräfelfing, Studio Isabella, Neues Maxim, Monopol, Museum Lichtspiele, Neues Rex, Rio Filmpalast, Neues Rottmann, Theatiner Filmkunst
Den Artikel von Thomas Lassonczyk gibt es in der aktuellen Ausgabe

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Sonntag, 9. August
ANAEROB
Im Hofspielhaus jongliert Georg Büttels »Jedermann«-Inszenierung eher vordergründig mit Abstandsregeln. »Anaerob« von Sascha Fersch aber gibt der Risikogruppe ein Gesicht.
9. Aug., 16. Sept.
Hofspielhaus | Falkenturmstr. 8 | 20 Uhr | Tickets: 089 24209333
Den Artikel von Anne Fritsch gibt es in der aktuellen Ausgabe

STREAMING-ANGEBOT VON GRANDFILM UND EKSYSTENT
Hier der Artikel von Thomas Lassonczyk

MÜNCHENS KLEINSTES OPERNHAUS: »OPERA FRIZZANTE«
Andreas Pascal Heinzmann, musikalischer Leiter von Münchens Kleinstem Opernhaus, lädt zu einem funkelnden Opern-Pasticcio: Ende des 19. Jahrhunderts entbrannte ein bitterer Streit zwischen den Verfechtern der »Absoluten Musik« (den Brahmsianern) und den Anhängern des »Gesamtkunstwerkes« (den Wagnerianern), obwohl sie an einem entscheidenden Punkt dasselbe wollten: den Zuhörer in eine emotionale Traumwelt entführen. Szenen und Arien der größten Opernkomponisten stehen auf dem Programm, das von sieben Sängern und Sängerinnen, einer Pianistin und einer Schauspielerin dargeboten wird.
Pasinger Fabrik | August-Exter-Str. 1
1./2.8., 6.8., 9.8., 13.-16.8., 20./21.8., 8., 23.8. | 20.00
Tickets

TREUE FREUNDE. HUNDE UND MENSCHEN
Das älteste domestizierte Tier ist seit Jahrtausenden ein treuer Begleiter des Menschen. Zuletzt wurde der Hund vom Arbeits- zum Luxustier.
Eine Ausstellung des Nationalmuseums untersucht das Verhältnis von Herr und Hund in der Kulturgeschichte.
Bayerisches Nationalmuseum | Prinzregentenstr. 3 | bis 13. September | Di–So 10–17 Uhr | Der Katalog (Deutscher Kunstverlag, 320 Seiten, 262 Abb.) kostet im Museum 25 Euro
Den Artikel von Joachim Goetz gibt es in der aktuellen Ausgabe

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Montag, 10. August
ERIKA MANN
Erika Mann (1905–1969), älteste Tochter von Katia und Thomas Mann, gehörte der »tänzerischen Generation« der 20er Jahre an, verkörperte die neue Frau, schrieb launige Feuilletons für die Zeitung, liebte Theaterskandale, durchquerte ganz Europa mit dem Auto und genoss das Leben als Tochter aus berühmtem Hause in vollen Zügen. Der heraufziehende Nationalsozialismus öffnete ihr politisch die Augen. In ihrem Leben ebenso wie in ihrem Werk als Schriftstellerin, Kabarettistin und Journalistin setzte sie sich konsequent für Freiheit und Demokratie ein. In biografischen Dokumenten, Briefen, Manuskripten, Fotografien sowie Filmaufnahmen und Originaltönen wird eine bis an ihr Lebensende kämpferische Frau lebendig.
Monacensia | Maria-Theresia-Str. 23 | Mo–Mi und Fr 9.30 bis 17.30, Do 12.00–19.00, Sa–So 11.00–18.00 | Eintritt frei

MUSIK, KRAWALL UND ANDERE SCHÖNE KÜNSTE (bis Dienstag, 8. September)
Wenn Kalle Aldis Laar über Musik spricht, gehen Fenster und Türen zu neuen Horizonten auf. Dem Musiker und Schöpfer des »Temporären Klangmuseums« gelingt es immer wieder, je nach Perspektive und Thema, die Wirrnisse der Welt ein wenig verständlicher zu machen. Im Herzen der Stadt, also im Valentinmusäum, erzählt er die musikalische Münchner (Krawall-)Kultur neu, von der fernsehtauglich domestizierten Stubenmusik und radiokompatiblem deutschen Schlagertum nach dem Zweiten Weltkrieg über die Szenen der 60er bis 90er Jahre bis zur Wiederaneignung eher widerspenstiger volksmusikalischer Traditionen. Die Begegnung mit Weltmusik und die Lust am Überschreiten von Genregrenzen hat in unserem Großstadtdorf musikalische Evolutionen in Gang gesetzt, die sich sperrig dem Mainstream in den Weg legen. Wie schon das Motto des Münchner Labels Trikont selbstbewusst sagt: »Our own Voice – Unsere eigene Stimme«. Die Ausstellung widmet sich den Inspirationsquellen, zeigt Entwicklungslinien und belegt Einflüsse, die auch in die Zukunft weisen.
Valentin-Karlstadt-Musäum | Im Tal 50
Mo–So, 11.01–16.59, Mi geschlossen | Eintritt frei
Den Artikel von Kalle Aldis Laar gibt es in der aktuellen Ausgabe

5. KLOHÄUSCHEN BIENNALE (bis Freitag, 14. August)
Rasso Rottenfusser (Raum), Claudia Pescatore (Kunstvermittlung), Anjali Kalanji (Guter Geist), Mel Castillo (Graphische Unterstützung) und Anja Uhlig (Biennale-Leitung) haben es endlich verstanden, stellvertretend für Tausende von Künstlern in unserer Stadt, nein weltweit: Internationale Großveranstaltungen sind out. »Passt«, findet das KloHäuschen. Es wollte sich in diesem Jahr eh konzentrieren. Auf seine Arbeit, auf seine Gäste – und auf die Eröffnung seiner neuen Kunsthalle. Während Venedig und andere im Moment ihre Biennalen verschieben, will es das KloHäuschen erst recht wissen: Woist die Kunst und die Lebendigkeit? Die Künstlerliste ist hochkarätig, international, lokal und lang. Dafür braucht das KloHäuschen eine KUNSTHALLE. Platz für >60 Positionen freie Kunst! Mit Judith Egger, Stephanie Felber, Stephanie Müller, Guida Miranda & Christoph Reiserer, Andreas Mitterer, Vincent Mitzev, Heidi Mühlschlegel, Manuela Müller, Toffaha (Rasha Ragab & Christoph Nicolaus), Oliver Westerbarkey u.v.a.
Thalkirchner Straße/Ecke Oberländerstraße
jederzeit von außen einsehbar | Kunstvermittlungstermine und weitere Informationen

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Dienstag, 11. August
HOCHSOMMER 2020
In Graz und Linz, in der Steiermark und im Burgenland und aucham Fuße des Vernagtferner-Gletschers tobt das kulturelle Leben.Nix wie hin!
Südburgenland und Südoststeiermark
8. bis 16. August
Hier der Artikel von Christiane Pfau

TIERBILDER
In Feld, Wald und Fluß, im Zoo und im Künstleratelier standen die Viecher den Malern Modell. Die Gemäldegalerie Dachau versammelt Bilder von edlen Pferden, braven Eseln und zottigen Ziegen.
Gemäldegalerie Dachau | Konrad-Adenauer-Str. 3., 85221 Dachau | bis 27. September | Di–Fr 11–17 Uhr,
Sa/So/Fei 13–17 Uhr | Der Katalog (72 S., 90 Abb.) kostet 17 Euro
Den Artikel von Thomas Betz gibt es in der aktuellen Ausgabe

FRANZ ERHARD WALTHER. SHIFTING PERSPECTIVES
Jenseits von Bild und Skulptur: Das Haus der Kunst zeigt eine fulminante Retrospektive des Konzeptkunst-Pioniers Franz Erhard Walther.
Haus der Kunst | Prinzregentenstr. 1 | bis 29. November | Mo–So 10–20 Uhr, Do bis 22 Uhr (mit Mund-Nasen-Schutz) | Kuratorenführung mit Jana Baumann: 14. Juli, 18 Uhr (Anmeldung erforderlich) | Führungen: Sa/So, 16.30 Uhr (max. 10 Personen) | Der schöne Katalog (Hatje Cantz, 290 Seiten, 260 Abb.) kostet im Haus 49 Euro
Hier der Artikel von Thomas Betz

TELL ME ABOUT YESTERDAY TOMORROW
NS-Dokumentationszentrum München
Max-Mannheimer-Platz 1 | bis 30. August
Di–So 10–19 Uhr | Eintritt frei | Ein Begleitheft (182 S., zahlr. Abb.) liegt gratis im Foyer aus Besuch unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln: Gruppen bis max. 5 Personen, insgesamt bis 80 Personen gleichzeitig.
Hier der Artiken von Quirin Brunnmeier

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Mittwoch, 12. August
DREIVIERTELBLUT: »DISKOTHEK MARIA ELEND«
Das dritte Dreiviertelblut-Album trägt den Namen des Ortes, an dem die Aufnahmen entstanden sind: Man glaubt nicht, wie erstaunliche tanzbar die Stücke auf »Diskothek Maria Elend« sind. Gerd Baumanns Kompositionen beflügeln Sebastian Horns krude Geschichten über Leben und Tod und das, was dazwischen liegt. Es rumpelt wild bei der Friedhofsparty mit tanzenden Untoten, im Eiscafe »Lupa di Roma« verwandelt sich eine elegante Dame in einen blutrünstigen Werwolf, in »Unter Deim Bett« geht es schaurig zu. Und im »Odlgruamschwimmer« bedankt sich Sebastian bei seiner Lebensretterin, die ihn als Kind vor dem sicheren Tod bewahrt hat. »Diskothek Maria Elend« erzählt elf Stücke voller Wahrheit, die neue Schönheit sucht und findet.
Deutsches Museum, Innenhof | 12.8., 20.00
12.9., 19.30 | Tickets

TUGENDREICH – NEUE ZEITEN. ALTE WERTE?
Wo könnte man besser über Tugenden und Laster nachdenken als in einem Kloster? In Beuerberg hoch über der Loisach geht es in der nunmehr fünften Ausstellung um »Alte Werte« in »Neuen Zeiten«.
Kloster Beuerberg | Königsdorfer Str. 7, 82547 Eurasburg-Beuerberg | bis 1. November
Mi bis So und Fei 10–18 Uhr | wegen Corona keine Führungen | maximal 70 Personen dürfen sich gleichzeitig in der Ausstellung aufhalten,
Mund und Nase müssen bedeckt sein | 08179 92650
Den Artikel von Christa Sigg gibt es in der aktuellen Ausgabe

ABOUT US. JUNGE FOTOGRAFIE AUS CHINA
Die Alexander Tutsek-Stiftung präsentiert eine facettenreiche Auswahl zeitgenössischer chinesischer Fotografie.
Alexander Tutsek-Stiftung | Karl-Theodor-Str.
27 | bis 29. Januar | Di–Fr 14–18 Uhr | 089 55273060
Den Artikel von Thomas Betz gibt es in der aktuellen Ausgabe

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Donnerstag, 13. August
Die Stühle
Theater viel Lärm um Nichts | Pasinger Fabrik | bis 31. Juli | Do/Fr 20 Uhr | 1.–15. August | Do–Sa 20 Uhr | Tickets: 089 82929079 |
Margrit Carls und Andreas Seyferth, nicht nur ein Theaterleiterpaar, sondern auch im wirklichen Leben ein »Uralt-Paar«, weswegen Abstandsregeln auf der Bühne keine Rolle spielen, nehmen ihren Erfolg mit Eugène Ionescos frühem Klassiker des Absurden »Die Stühle« wieder auf. Die zwei Alten Semiramis und Poppet leben in einem apokalyptisch anmutenden Endzeittableau in einem Turm. Dort empfangen sie Honoratioren aus aller Welt, Präsidenten, Bankiers, Besitzer, Gelehrte, Bischöfe, Chemiker, Kupferstecher, Geiger, Krämer, Briefträger, Gastwirte, Artisten, Irrenärzte. Dummerweise sind die alle unsichtbar. Nichtsdestotrotz stellt das kauzige, zusammen fast 200 Jahre alte Paar in Eos Schopohls fein psychologisch austarierter Inszenierung hektisch winzige Puppenstubenstühlchen für seine Gäste bereit.

»ADAM, WO BIST DU?«
Die Künstlerin Ilana Lewitan hat eine eindrucksvolle Installation zum Thema Ausgrenzung und Diskriminierung entwickelt. Unter dem Titel »Adam, wo bist Du«? ist die raumfüllende Arbeit jetzt im Museum Ägyptischer Kunst in München zu sehen.
Staatliches Museum Ägyptischer Kunst
Gabelsbergerstraße 35 | bis 10. Januar
Di 10–20, Mi–So/Fei 10–18 Uhr | Der reich bebilderte Katalog hat 106 Seiten
Hier der Artikel von Christa Sigg

COLLECTING JAPAN. PHILIPP FRANZ VON SIEBOLDS VISION VOM FERNEN OSTEN
Philipp Franz von Siebold war im 19. Jahrhundert ein Pionier der Japanologie. Sein »Museum«, die Kategorisierung und Präsentation seiner einzigartigen Sammlung, mit der man die fremde Kultur kennenlernen konnte, wurde nun rekonstruiert.
Museum Fünf Kontinente| Maximilianstr. 42
bis 13. September| Di bis So 9.30–17.30
Hier der Artikel von Thomas Betz

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Freitag, 14. August
»DEMOCRACY WILL WIN!« THOMAS MANN
Nach zwei Monaten Generalpause kann das Literaturhaus endlich die Ausstellung »Democracy will win« zeigen. Nicht nur über Thomas Mann
Eine Ausstellung des Literaturhauses München in Kooperationmit dem Thomas Mann House, Pacific Palisades, gefördert vom Auswärtigen Amt, Berlin.
Bis 4. Oktober 2020 | Eintritt 7 Euro, erm. 5 Euro, Mo. Studenten special 2 Euro | Katalog: 15 Euro.
Hier der Artikel von Franz Adam

PATI HILL: SOMETHING OTHER THAN EITHER
Der Kunstverein zeigt Copy Art der Künstlerin Pati Hill.
Kunstverein München e.V. | Galeriestr. 4 | bis 16. August
Di–So 12–18 Uhr (feiertags geschlossen) | Führungen für bis zu 4 Personen: Anmeldung an info@kunstverein-muenchen.de
Der Nachdruck von Pati Hills »Letters to Jill. A Catalogue and Some Notes on Copying« von 1979 (128 Seiten) kostet 8 Euro
Hier der Artikel von Erika Waecker-Babnik

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Samstag, 15. August
SCHAUT HER! TONI SCHNEIDERS. RETROSPEKTIVE.
Das Kunstfoyer der Versicherungskammer zeigt eine großartige Retrospektive des Lindauer Lichtbildners Toni Schneiders.
Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung
Maximilianstr. 53 | bis 27. September | täglich 9–19 Uhr | Eintritt frei | Mund-Nasenschutz-Pflicht und Mindestabstandsregeln, bis 37 Besucher gleichzeitig in den Räumlichkeiten | Der schöne und informative Katalog (Steidl verlag, 256 Seiten, 260 Abb.) kostet 48 Euro
Hier der Artikel von Thomas Betz

RASENGLÜCK. DIE ERFINDUNG DES ELFMETERSCHIESSENS
Das Museum Penzberg öffent wieder ab dem 19. Mai und zeigt diese Ausstellung bis zum 4. Oktober 2020.
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag, 11 – 18 Uhr

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Sonntag, 16. August
SOMMERFRISCHE – DAS KULTURFESTIVAL IM MÜNCHNER WESTEN
Bussis waren gestern, man gibt sich den Ellenbogen. Aber man kann es wieder bei Musik und Kabarett im Münchner Westen.
Pasinger Fabrik/Ebenböckhaus/Blutenburg | bis 29. August. | 19/20 Uhr
Tickets: 089 8292 9080 (personalisiert)

BERND ZIMMER. TIKIMANIA. DIE MARQUESAS-INSELN UND DER EUROPÄISCHE TRAUM VON DER SÜDSEE
Mit seinem Projekt STOA169 auf einer Wiese bei Polling verwirklicht Bernd Zimmer seinen Lebenstraum: eine Halle, deren Säulen von Künstler*innen aus aller Welt gestaltet werden. Die Galerie Jahn Pfefferle und das Museum Fünf Kontinente zeigen seinen Weg als Maler, der zu dieser Idee führte.
Museum fünf Kontinente | Maximilianstr. 42
10. Juli 2020 – 28. Februar 2021 | Di–So 9.30–17.30 Uhr
Hier der Artikel von Erika Wäcker-Babnik

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Donnerstag, 20. August
LOOK INTO THE FUTURE III
Schlimm genug, dass die Jazzwoche Burghausen dieses Jahr ausgefallen ist. Umso schöner, dass es jetzt weitergeht: Zum dritten Mal findet in Kloster Raitenhaslach unweit des historischen Stadtkerns das Festival Look Into The Future statt, das mit ungewöhnlichen Gästen musikalische Wege weist. Der Cellist Vincent Segal (20.8.) präsentiert zur Eröffnung und eingeleitet von Tom R. Schulz, dem Pressesprecher der Hamburger Elbphilharmonie, ein Programm von anspruchsvollem Pop bis hin zur zeitgenössischen Moderne. Es folgen der Schlagzeuger und DJ Paratef im Duo mit Indie-Volksmusiker Alpine Zabine (21.8.) und das Flamenco Tanz-Musik-Event von Ana Morales und Juan José Amador (22.8.),
abgerundet von Vasilij Uravlevs Stummfilm »Kosmische Reise«, vertont vom Elektroniker FM Einheit (23.8., 11 Uhr). Künstlergespräche
illustrieren die Schwerpunkte des Programms. Burghausen und Kloster Raitenhaslach Klosterinnenhof, bei Regen im Ankersaal
Tickets: 08631 986111, Info@musicjustmusic.com

HUND, KATZE, MAUS. TIERE IN ALLTAG UND MYTHOS
In den Staatlichen Antikensammlungen am Königsplatz stehen die Tiere im Mittelpunkt – allerdings erzählt das fast mehr noch über die Menschen.
Staatliche Antikensammlungen | Königsplatz 1 | bis 10. Januar | Di–So 10–17 Uhr, Mi bis 20 Uhr | Besuch mit MundNasen-Schutz | Führungen zu diversen Themen: jew. Mittwoch, 18 Uhr, max. 15 Personen, Anmeldung: 089 28927502
Die reich bebilderte Broschüre hat 88 Seiten und kostet 3 Euro
Den Artikel von Christa Sigg gibt es in der aktuellen Ausgabe

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Freitag, 21. August
GOLDBERG-VARIATIONEN
Auf ins Volkstheater: Das versorgt in der Ferienzeit die Daheimbleibenden mit fünf coronatauglichen Inszenierungen im Großen Haus und im Garten.
Volkstheater | 2., 5., 21., 23. Aug., | 20.30 Uhr
3., 4., 11., 12. Sept. | 20 Uhr | Tickets: 089 5234655
Den Artikel von Gabriella Lorenz gibt es in der aktuellen Ausgabe

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Mittwoch, 26. August
14. FÜNF SEEN FILMFESTIVAL
Trotz Corona-Krise zieht Filmfestleiter Matthias Helwig sein Fünf Seen Filmfestival durch. Dabei setzt er wie immer auf bestmögliche Qualität, große Namen, vor allem aber auf eine dreigleisige Präsentationsstrategie.
26. August bis 9. September | Spielorte in Starnberg, Gauting und Seefeld | Informationen
Den Artikel von Thomas Lassonczyk gibt es in der aktuellen Ausgabe

DER NINO AUS WIEN (auch 27. August)
Der Nino aus Wien ist nicht nur der »Bob Dylan vom Praterstern« (Falter). Nach dem 10. Album, gefühlten 17 Amadeus-Nominierungen, einem
tatsächlichen Amadeus-Award 2016, mehr als zehn Jahren auf den kleinen und mittleren Bühnen des deutschsprachigen In- und Auslands, ist es auch Zeit für die nächste Konfektionsgröße. Deshalb spielt er jetzt also im Innenhof des Deutschen Museums. Zwischen Baustelle und technischen Wundern. »Der Nino aus Wien« ist das bisher persönlichste Album in Ninos Karriere, gleichzeitig aber auch das mehrdeutigste. Die Texte erschließen sich manchen erst nach mehrmaligem Hören, anderen vielleicht auch gar nicht. »Wach« bezeichnet der Beislpoet als »vielleicht das beste lange Lied, das ich je geschrieben habe«.
Deutsches Museum, Innenhof | 20.00 | Tickets

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Sonntag, 30. August
MÜNCHNER KAMMERORCHESTER: NACHBARN – DIE PROLOG-KONZERTE ZUR NEUEN SAISON
Reisen als Orchester ist derzeit utopisch. Also widmet sich das Münchner Kammerorchester den Orten und Hörern in der Nachbarschaft.
Himmelfahrtskirche | Kidlerstr. 15
30. August bis 2. Oktober | 18/20 Uhr
Tickets: 089 4613 6430
Den Artikel von Ulrich Möller-Arnsberg gibt es in der aktuellen Ausgabe

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Montag, 1. September
AUSSTELLUNG BÜRGERWELT UND SINNENWELT. MAX WEBERS MÜNCHEN
Max Webers München in der Seidlvilla
Seidlvilla | Nikolaiplatz 1b | bis Ende August geschlossen, 1.–25. September, täglich 10–19 Uhr, und virtueller Rundgang | Eintritt frei || Der gleichnamige Begleitband ist im Volk Verlag erschienen und kostet 25 Euro
Den Artikel von Franziska Mayer gibt es in der aktuellen Ausgabe

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Mittwoch, 9. September
ARS ELECTRONICA FESTIVAL 2020
In Graz und Linz, in der Steiermark und im Burgenland und auch am Fuße des Vernagtferner-Gletschers tobt das kulturelle Leben. Nix wie hin!
Linz | 9.–13. September
Den Artikel von Christiane Pfau gibt es in der aktuellen Ausgabe

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Freitag, 11. September
CHRIS ZIEGLER: »NO BODY LIVES HERE (ODO)« (auch 12. September)
Inspiriert von Antoine de Saint-Exupérys »Der kleine Prinz« und Stanley Kubricks HAL 900 aus »2001: A Space Odyssee« hat Chris Ziegler, der an der Arizona State University (USA) an digitalen Anwendungen für die Bühne forscht, eine Installation für die KI-Figur ODO entwickelt. ODO lebt auf der Bühne in Platons Höhle. Sein einziger Kontakt mit der Welt sind die Besucher. ODO benutzt KI-Algorithmen, um eine »natürliche« Unterhaltung mit dem Publikum zu führen, und Deep Learning-Algorithmen, um Haiku-Gedichte zu schreiben. ODO verfügt über Sensoren, um das Publikum zu hören und zu sehen, und verwendet Gesichtserkennung und Crowd Cluster Software, um Emotionen und physisches Verhalten zu verstehen. Nichts wünscht sich ODO offenbar mehr, als sich wie ein menschliches Wesen zu verhalten.
Muffatwerk | Zellstr. 4 | Fr 18.00, 20.00, 22.00
Sa 16.00, 18.00, 20.00, 22.00 | Eintritt frei | Anmeldung: odo@movingimages.de

32. OPEN ART
Die OPEN art läutet mit 80 Galerien und Institutionen die herbstliche Kunstsaison ein – in diesem Jahr voller Hoffnung, dass der Spuk der
letzten Monate endlich aufhört. Das von der Initiative der Münchner Galerien zeitgenössischer Kunst entwickelte Format vernetzt die lokalen Akteure und ist zugleich ein international wahrgenommenes Highlight. In drei konzentrierten Tagen erhält man einen hervorragenden Überblick über aktuelle Ausstellungen jenseits der großen Museen, lernt Galeristen kennen und entdeckt bei den kundig zusammengestellten Rundgängen durch ausgewählte Stadtteile garantiert Werke und ihre Schöpfer, von denen man bislang keine Ahnung hatte.
Verschiedene Orte | Fr 18.00-21.00, Sa/So 11.00–18.00 Uhr | Rundgänge, Führungen und Sonderveranstaltungen

ROB VOERMAN: »COLONY«
Rob Voerman ist Stadtplaner und Illusionist im handlichen Tischformat: Er baut Modelle von großen Bauprojekten aus Karton, Glas und
anderen Materialien nach – allerdings so, dass sie eher an die Zeit nach dem nächsten GAU denken lassen. Auf seltsame Weise fesseln sie
den Betrachter, geleiten ihn in eine Inneres, das es nicht gibt, verführen mit blinkenden Lichtern und täuschen über die dystopische Ironie hinweg. Als Skulpturen, Drucke und in Leuchtkästen erschafft Voerman seine »Colony«, die den Blick magisch anzieht, vielleicht gerade weil
dieses leise Grauen über allem liegt.
Galerie Artoxin | Kirchenstr. 23 | Vernissage: 11.9., 18.00-21.00 | Mi-Fr 14.00-20.00, Sa 12.00-18.00

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Montag, 14. September
BRUNO JONAS: »MEINE REDE«
»Mark Twain mahnt: Immer, wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit sich zu besinnen. Doch Besinnung ist nicht angesagt. Für Innehalten und Nachdenken fehlt uns die Zeit, denn in spätestens 10 Jahren ist die Erde unbewohnbar. Panik wäre also die angemessene Reaktion. Besser fühlt man sich deshalb bei der besinnungslosen Mehrheit aufgehoben, denn die Mehrheitsmeinung bestimmt in Demokratien den Fortgang der politischen Entwicklungen. Bei sinkender Wahlbeteiligung allerdings kann eine Minderheit die Mehrheit überstimmen. Das ist normal und passiert immer wieder.« Bruno Jonas beweist, dass die Redekunst die Verschwörung von Sprache und Handeln verkörpert, um den Verstand zu hintergehen. An Angeboten, sich das Hirn vernebeln zu lassen, herrscht kein Mangel. Als »Monolog für Fleischesser und Dieselfahrer« bezeichnet er seinen neuen Abend. Schlimmer kann es also kaum kommen.
Lustspielhaus | Occamstr. 8 | 20.00

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Samstag, 19. September
GÖTZIN 2020. FRAGMENTE
Jan Struckmeier und Anne Kapsner sind beide um die dreißig und Münchner Regisseur*innen. Die Stücke, die sie im HochX und im Pathos zeigen, könnten dennoch unterschiedlicher nicht sein.
HochX | Entenbachstr. 37 | 19.–21. Sept. 15.25, 17.08, 18.45, 20.25 Uhr | Tickets: 089 90155102
Den Artikel von Sabine Leucht gibt es in der aktuellen Ausgabe

Donnerstag, 24. September
STEIRISCHER HERBST 2020: PARANOIA TV
In Graz und Linz, in der Steiermark und im Burgenland und auch am Fuße des Vernagtferner-Gletschers tobt das kulturelle Leben. Nix wie hin!
24. September bis 18. Oktober
Den Artikel von Christiane Pfau gibt es in der aktuellen Ausgabe