Das Münchner Filmmuseum zeigt die restaurierte Fassung von Robert Sigls Kultfilm »Laurin«

Laurin auf den Pfaden der Dunkelheit © 1988 Salinas Film

Man darf im Grunde gar nicht daran denken, wie viele gute Filme aus dem Blick der Öffentlichkeit verschwunden sind. Zum Glück gibt es ja das DVD-Label Bildstörung, das schon seit Jahren übersehene Perlen eine neue Chance gibt. Seit dem 1. Dezember ist auch Robert Sigls Debütfilm »Laurin« in restaurierter Fassung auf DVD und Blu-ray neu erschienen.

Im Zentrum des stilistisch bemerkenswerten Horrorfilms steht das junge Mädchen Laurin (Dóra Szinetár), die mit ihrer Familie in einem deutschen Küstenstädtchen lebt. Diese Idylle trübt sich: Ein schwarz gekleideter Mann geht um, Kinder verschwinden und Laurin wird von düsteren Visionen heimgesucht. Schließlich begreift sie, dass sie es ist, die dem grauenhaften Treiben ein Ende bereiten muss.

1988 wurde das Werk des damals 26-jährigen Robert Sigl mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Der verdiente Erfolg blieb jedoch trotzdem aus und so blieb »Laurin« auch sein letzter Kinofilm. Sigl widmete sich daraufhin diversen Fernsehproduktionen. Wer den Film nun nicht nur im Heimkino, sondern wirklich auf der Leinwand genießen will, hat am 14. Dezember Gelegenheit dazu. Das Filmmuseum zeigt die restaurierte Fassung dieses Genre-Schatzes. Außerdem wird Robert Sigl persönlich anwesend sein. Wer also in der Stimmung ist, die düsteren Wintertage stilvoll zu unterstreichen, sollte diese Gelegenheit wahrnehmen.

LAURIN
14. Dezember  Ι  19 Uhr  Ι   Filmmuseum München
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