Fotos: Ludo Vici

Die Hölle, das sind immer die anderen. Vor allem die anderen, denn wenn wir mit uns alleine wären, bräuchten wir uns ja mit niemandem auseinanderzusetzen. Wäre aber auch ganz schön fad. Jean-Paul Sartre, Großmeister des französischen Existenzialismus, hetzt in seinem Salonstück »Geschlossene Gesellschaft« den mexikanischen Politjournalisten Garcin, die radikale Postbeamtin Inès und die reiche Estelle aufeinander. Sie landen gemeinsam in einem seltsam warmen Raum und versuchen, sich gegenseitig ihre schmutzigen Geheimnisse aus der Nase zu ziehen. Nicht aus Interesse oder Mitgefühl, sondern aus reinem Vergnügen daran, die Fassade des andern bröckeln zu sehen. Die Intendantin des Teamtheaters Petra Maria Grühn inszeniert den Klassiker des französischen Nachkriegstheaters in der Originalsprache.

27.–30. Sep., 4.–7., 11.–14., 18.–21. Okt.
Huis Clos – geschlossene Gesellschaft
Teamtheater Tankstelle | Am Einlaß 2a | 20 Uhr | Tickets | 089 2604333