Abgrenzen, ausgrenzen und Grenzen überwinden – Helena Waldmanns »Gute Pässe Schlechte Pässe« | © Wonge Bergmann

Unüberwindbare Grenzen, Burka und Bondage, Demenz, die Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken Bangladeshs: die Choreografin und Regisseurin Helena Waldmann hat eine sehr gute Nase für relevante Themen. Und zeigt klare Kante in der Konstellierung der Fragen, die sich dabei ergeben. Denn Freiheit und Ungerechtigkeit sind die Leitthemen ihres politischen Tanztheaters, auch im neuen Stück »Gute Pässe Schlechte Pässe«. Manche Deutsche wollen heutzutage die Grenzen dicht machen – und können doch selbst problemlos in 178 Staaten der Erde reisen. »Je kreditfähiger ein Staat ist, desto akzeptierter ist sein Pass«, so Waldmann. Ansonsten – das führt die weltweit arbeitende Künstlerin mit Tänzern, Akrobaten und Münchner Mauerbauern sinnlich vor – wird auf jede erdenkliche Weise ausgegrenzt, um eine scheinbare Sicherheit zu gewinnen.

Helena Waldmann: Gute Pässe Schlechte Pässe – Eine Grenzerfahrung
Muffathalle | Zellstr. 4 | 20.30 Uhr | Info und Tickets