Christoph Poschenrieder © Daniela Agostini / Diogenes Verlag

Die Entscheidung ist gefallen: In diesem Jahr gehen die Arbeitsstipendien der Landeshauptstadt München an Christoph Poschenrieder und Susanne Röckel. Die Stipendien werden seit 2015 an Autoren und Autorinnen vergeben, die sich mit ihren literarischen Projekten bewerben. Poschenrieder konnte die Jury mit dem Romanprojekt »Meyrink und die Macht des Wortes« überzeugen, Röckel mit ihren »Phantastischen Erzählungen«.

In einer davon erzählt sie die Geschichte von Albert, der auf einer Reise den Tod seiner Frau verarbeitet – und mit allerlei mystischen Figuren in Kontakt kommt. »Susanne Röckel versteht es, vom traumatischen Verlust eines Menschen wie vom schleichenden Ende einer Liebe zu erzählen und dies motivisch geschickt zu verquicken mit weiblichen Dämonen, Sphingen und Hexenwesen, die Albert auf seiner Reise auf etruskischen Vasen sieht und von denen er sich – genauso wie von unheimlichen Vogelwesen – verfolgt glaubt«, wie es die Jury beschreibt.

Poschenrieder setzt sich hingegen mit dem Schriftsteller Gustav Meyrink (»Der Golem«) auseinander. »Er legt Schicht um Schicht frei und dringt gleichermaßen in die Archäologie der Geschichte vor wie in das komplexe Innenleben seines Protagonisten. Sein Projekt verspricht einen spannenden, literarisch bemerkenswerten Roman, der im höchsten Maß förderungswürdig ist.« Wir dürfen also schon mal gespannt sein!