Ein Wochenende der Stimmen: Judith Holofernes im Muffatwerk und Rima Khcheich in den Kammerspielen. Stimmakrobatik ganz anderer Art bieten maschek im Lustspielhaus. Aber natürlich war das noch längst nicht alles…

Am Samstag in den Kammerspielen: »Rima Kamel« | ©Judith Buss

Samstag, 18. März

Marcel Schwald und Paraform: »Gertrude Stein: ›The making of Americans‹« (auch 19. März)
Schwere Reiter| 20.30 | Dachauer Str. 114
Tickets: Pathos München
Gertrude Stein beschrieb Europa als einen Kontinent der Auswanderer. In Massen flohen Menschen vor Perspektivlosigkeit. Jenseits des Atlantiks lockte die »Neue Welt«, die sich als größte Konkurrenzveranstaltung zu den alten Kolonialmächten entpuppte. Die Autorin verdichtete diese Epoche zu einer monumentalen Familiensaga und schrieb Geschichte für »alle, die jemals waren, sind und sein werden«, mit liebevollem, wenn auch spitzem Blick auf die Befindlichkeiten des westlichen Individuums. Marcel Schwald bringt den Roman von 1925 als Studie über kommunikative Möglichkeiten, formal zwischen Installation und Performance, auf die Bühne

Duo Arcord
Gasteig, Kleiner Konzertsaal | 20.00 | Rosenheimer Str. 5 | Tickets
Seltene Kombination: Ana Topalovic am Cello und Nikola Djoric am Akkordeon, beide vielfach ausgezeichnet, spielen ein nicht minder ungewöhnliches Programm mit Werken von Bach, Beethoven, Mieczyslaw Weinberg, Leos Janácek, Tschaikowsky, Johanna Doderer und Astor Piazzolla.

Vielleicht lässt sich die Katastrophe ja noch potenzieren
TamS | Haimhauserstr. 13a | 11., 15., 17., 18. März| 20.30 Uhr
Tickets: 089 345890 | tams@tamstheater.de
Den Artikel von Petra Hallmayer gibt es in der aktuellen Ausgabe

Rima Kamel
Kammerspiele, Kammer 3 | 18. März | 20 Uhr
Tickets: 089 23396600
Hier der Artikel von Petra Hallmayer

Judith Holofernes
Muffathalle | 18. März| 20.30 Uhr
Tickets: 089 54818181
Hier das Interview von Klaus von Seckendorff

Sonntag, 19. März

Orchester Jakobsplatz: »Purim – Esther, die Retterin«
Jüdisches Zentrum | Hubert-Burda-Saal 19.00 | St.-Jakobs-Platz 18
Tickets
Mit »Esther« stellt das OJM nach der Aufführung von Mozarts »La Betulia liberata« und Händels »Jephtha« erneut eine mutige Jüdin ins Zentrum des Geschehens: Das Oratorium in hebräischer Sprache von Cristiano Giuseppe Lidarti (1730 – 1795) erzählt die Purim-Geschichte im biblischen Buch Esther, in dem die gleichnamige Königin mit ihrer Schönheit den persischen König betört und so einen Genozid an den Juden abwendet. Cristiano Giuseppe Lidarti vertonte diesen Stoff 1774 für die jüdische Gemeinde in Amsterdam. Daniel Grossmann, musikalischer Leiter des Orchesters Jakobsplatz, bringt das Werk nun mit dem Vocalconsort München und fünf Solisten zur deutschen Erstaufführung.

maschek: »Fake! In Wahrheit falsch«
Lustspielhaus| 20.00, Einlass 18.00 | Occamstr. 8
Was tun, wenn Satire und politische Realität nicht mehr zweifelsfrei unterscheidbar sind? maschek alias Peter Hörmanseder und Robert Stachel lassen sich von der Realsatire nicht länger ins Handwerk pfuschen und schlagen zurück. Sie wissen, wie es geht: hinzufügen, weglassen, umdrehen. Quer durch die Fernsehsender und YouTube-Channels holen sich maschek den Rohstoff für einen ergebnisoffenen Abend mit Bewegtbildunterstützung.

No Theater
Kammerspiele| Kammer 1 | 19. März,
18 Uhr
Tickets: 089 23396600
Hier der Artikel von Christiane Wechselberger

Bildschön – Ansichten des 19. Jahrhunderts
Lenbachhaus| Luisenstr. 33 | Mi–So 10–18 Uhr
Den Artikel von Thomas Betz gibt es in der aktuellen Ausgabe